| Die neue Ausbildungsförderung des Trakehner Verbandes |
| Zucht - Trakehner | |||
| Geschrieben von: Martina Brüske | |||
| Samstag, 22. Mai 2010 um 12:55 | |||
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Neumünster. Der Trakehner Verband startet eine Ausbildungsförderung, die es in dieser Form in Deutschland noch nicht gab. In der ganzen Republik wurden Ausbildungsställe ausgewählt, in denen drei- und vierjährige Trakehner für drei Monate gefördert werden. Anreiten, Vorbereitung auf erste Turnierstarts oder Stutenleistungsprüfungen und disziplinübergreifende Basisarbeit wie Freispringen und Geländetraining stehen im Mittelpunkt der Ausbildung. Die Ställe berechnen nicht mehr als 500 Euro. 300 Euro sind vom Besitzer zu tragen, 200 Euro pro Pferd und Monat übernimmt der Trakehner Verband. Die Erste Vorsitzende Petra Wilm erklärt: „Wir leben mit der Wirtschaftskrise und der daraus resultierenden Marktsituation in einer besonderen Zeit. Gerade dann sollte man etwas Positives tun, um Mitglieder zu motivieren und den Blick nach vorne richten. Wir haben in den vergangenen Jahren gut gearbeitet und jetzt die finanziellen Möglichkeiten, um die Züchter zu unterstützen. Wir möchten junge Pferde unter dem Sattel sehen!“ Um in den Genuss der Ausbildungsförderung zu kommen, sind allerdings einige Voraussetzungen zu erfüllen: Die Trakehner der Geburtsjahrgänge 2006 und 2007 müssen zum Verkauf stehen, dabei ist der Preis als Verhandlungsbasis anzugeben. Die Youngster müssen an Trense, Longe und Sattel gewöhnt sein und mindestens ein Stockmaß von 161 Zentimetern haben. Der Gesundheitsstatus muss anhand von zehn Röntgenaufnahmen und einem klinischen Attest auktionsfähig sein. Außerdem gilt dieses Service-Angebot nur für Besitzer, die Mitglied im Trakehner Verband sind. Neben der reiterlichen Förderung ist die Vermarktung Kernelement des Pilotprojektes, das zunächst auf zwei Jahre angelegt ist. Geplant ist, dass jedes Pferd von haupt- oder ehrenamtlichen Vertretern des Verbandes besucht wird. Die Daten werden dann in der Geschäftsstelle des Trakehner Verbandes gesammelt, ausgewertet und die Vermarktungsverantwortlichen werden die Trakehner gezielt mit den Kunden besuchen. Am Ende des Jahres wird ein erstes Resümee gezogen.
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