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WEG Kentucky: Carsten-Otto Nagel verpasst knapp das Finale

Das Pferdewechsel-Finale im Springen findet ohne deutsche Beteiligung statt

Lexington/USA (fn-press). Um Haaresbreite hat Carsten-Otto Nagel (Wedel) den Einzug in das Springfinale bei den Weltreiterspielen in Kentucky/USA verpasst. Ein Fehler im ersten Umlauf im Springen der besten 30 warf den nach drei Umläufen noch auf Bronzerang liegenden Vize-Europameister und seine Schimmelstute aus dem Rennen. „Das nenne ich Pech“, sagte Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Carsten-Otto und Corradina haben absolute Traumrunden abgeliefert. Leider wurde eine minimale Unachtsamkeit gleich so streng bestraft.“

Nach dem Pech im ersten Umlauf, zeigten sich Carsten-Otto Nagel und Corradina zum Abschluss noch einmal von ihrer besten Seite. Fehlerfrei verließen sie den Parcours, als Sechstplatzierte des ersten Umlaufs konnten sie aber nur noch auf die Fehler der anderen warten. Doch von den vor ihnen liegenden Reitern leistete sich lediglich der in Deutschland lebende Schwede Rolf-Göran Bengtsson mit Ninja La Silla einen Abwurf und ließ Nagel einen Platz nach oben rücken: Platz fünf. „Man hat natürlich noch ein bisschen gehofft“, so der frischgebackene Mannschaftsweltmeister. „Es ist schon enttäuschend, wenn man um einen Platz am Finale der besten vier Reiter vorbeischrammt. Noch ärgerlicher wäre es gewesen, im Finale Vierter zu werden.“

Bei den übrigen vier Paaren blieben alle Stangen liegen. Sie machen am Samstag den Weltmeistertitel im Finale mit Pferdewechsel unter sich aus: Eric Lamaze (Kanada) mit Hickstead (3,39 Minuspunkte), Philippe Le Jeune (Frankreich) mit Vigo d´Arsouilles (4,11), Rodrigo Pessoa (Brasilien) mit HH Rebozo (6,80) und Abdullah al Sharbatly (Saudi Arabien) mit Seldana di Campalto (7,07).

Kaum noch eine Chance auf eine Finalteilnahme hatten vor dem heutigen Springen die drei übrigen deutschen Reiter. Marcus Ehning startete von Platz 27 und verabschiedete sich mit einem Abwurf im ersten und einer Nullrunde im zweiten Umlauf von den Weltreiterspielen in Kentucky. Im Gesamtklassement landete er damit auf Platz 16. „Das Lächeln ist mir nicht verloren gegangen. Ich fahre mit Mannschafts-Gold nach Hause. Ich hatte hier und da einen Fehler, aber der letzte Ritt hat gezeigt, dass die Substanz da ist“, sagte Ehning. Sein Start im zweiten Umlauf hatte zunächst in Frage gestanden, da sich der Borkener zum Ende der ersten Runde an der Hand verletzt hatte. „Ich weiß nicht, wie das passiert ist. Ein Band ist überdehnt und ich habe einen Bluterguss. Jetzt pocht meine Hand auch noch ein bisschen. Aber beim Reiten denkt man da nicht daran.“

Während Ehning im zweiten Umlauf an den Start ging, verzichtete Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) nach der ersten Runde auf einen weiteren Ritt. Sie war als 15. ins heutige Springen gestartet. Zwei Abwürfe machten die Chancen auf eine bessere Platzierung zunichte. „Mein Pferd ist hier phantastisch gegangen und hat alles gegeben. Aber ich habe auch gemerkt, dass die Kraft etwas raus ist“, sagte Meyer. Aufgrund ihrer "Entscheidung fürs Pferd“ beendete die 29-Jährige ihre WM-Premiere auf Platz 25, noch vor ihrer Teamkollegin Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen). Die 40-Jährige, die mit wie Janne-Friederike Meyer und Carsten-Otto Nagel durch ihre Nullrunde im zweiten Umlauf des Nationenpreis zum Gold-Gewinn der deutschen Mannschaft beigetragen hatte, musste im ersten Umlauf einen Abwurf und kurz darauf in der dreifachen Kombination eine Verweigerung von Checkmate hinnehmen. „Checkmate mag keine überbauten Wassergräben“, sagte die gebürtige US-Amerikanerin. „Da keine Teilnahme mehr am Finale möglich war, habe ich mich entschieden aufzuhören und mein Pferd für die nächsten Wochen zu schonen.

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