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CVIO Aachen: Doppelsieg für Deutschland

Neuss-Grimlinghausen und Erik Oese triumphieren in der Soers

Aachen (fn-press). Die deutsche Mannschaft konnte zum Auftakt des CHIO Aachen bereits zwei Siege einfahren: Das Team des RSV Neuss-Grimlinghausen aus dem Rheinland und Erik Oese aus Moritzburg siegten in der Soers wie schon im Vorjahr in den CVIO-Voltigierprüfungen.

 Bereits mit der Pflicht hatte sich das Team von Trainerin und Longenführerin Jessica Schmitz mit großem Abstand an die Spitze des Feldes gesetzt und war dabei sogar nur hauchdünn an der magischen Grenze von acht Punkten gescheitert. „Wir sind total zufrieden“, sagte Schmitz. Nach Einschätzung der 33-Jährigen komme das Team seiner Bestform in dieser Saison Stück für Stück näher. „Wir hatten nur noch minimale Fehler, die passiert sind. Auf der anderen Seite waren es wesentlich mehr Aspekte, die sehr erfreulich waren“, analysierte sie. In der Kür konnten die amtierenden Europameister auf ihrer Delia nicht ganz an die Leistung des CVIs in Krumke vor zwei Wochen anknüpfen, siegten aber dennoch mit Abstand. 8,427 Punkte gab es im Endklassement für Neuss.

Auch Rang zwei ging nach Deutschland. Das Team Köln-Dünnwald voltigierte auf Holiday on Ice – longiert von Alexandra Knauf – zu 7,882 Zählern, gefolgt von den Italienern vom Team Cim (7,477). Der Kölner Erfolg resultierte dabei auch aus der spontanen Zusammenarbeit der beiden Landesverbandskollegen. Denn Teammitglied Jonna Hohbach, die die obersten Kürpositionen turnt, hatte sich in der Vorwoche verletzt und fiel für das Saison-Highlight in Aachen aus. Doch die Neusser sprangen ein und „liehen“ der Konkurrenz kurzerhand ihre Ersatz-Voltigiererin Leonie Falkenberg. Das Projekt funktionierte nach nur wenigen Trainingseinheiten beeindruckend. „Leonie hat das wirklich hervorragend gemacht“, freute sich Schmitz.

Freude gab es auch bei Erik Oese. Der CHIO-Sieger aus dem Vorjahr war mit Platz fünf in den Wettkampf gestartet und legte dann mit dem deutlich besten Technikprogramm, das er mit über fünf Zehntel Punkten Vorsprung gewann, eine Aufholjagd in den Zirkel, die ihm der Franzose Jacques Ferrari auch im abschließenden Kürdurchgang nicht mehr aus der Hand nehmen konnte. Der 26-jährige Gymnasiallehrer gewann mit Calvador und Andreas Bäßler an der Longe mit 8,121 Punkten. Ferrari, der auf Remake – longiert von Jessica Schmitz – antrat, verbuchte 8,104 Zähler.

Rang drei ging ebenfalls nach Deutschland. Viktor Brüsewitz aus Garbsen, der die zweitbeste Kür zeigte, voltigierte mit Highlander und Longenführerin Winnie Schlüter zu 7,996 Punkten, gefolgt von seinem Bruder Thomas Brüsewitz, der den Wettkampf mit der Wertnote 7,74 beendet und damit Stefan Csandl aus Österreich, Lukas Klouda aus Tschechien und Julian Wilfling (Untermeitingen) hinter sich ließ.

Bei den Damen machte die Britin Joanne Eccles auf WH Bentley ihren sechsten Aachen-Sieg in Folge perfekt (8,322). Anna Cavallaro (8,151) aus Italien folgte vor Simone Jäiser aus der Schweiz (8,128). Pech hatte Corinna Knauf aus Köln, die mit Fabiola und Alexandra Knauf nach Pflicht und Technik auf Rang zwei lag. Zu Beginn ihrer Kür erschrak Fabiola dann allerdings vor einer Kamera, sodass Knauf dem Pferd zuliebe zu Beginn der Prüfung etwas verhaltener turnen musste. Umso beeindruckender war, dass sich die 21-Jährige mit Rang vier (8,049) trotzdem noch vor der amtierenden Europameisterin Rikke Laumann aus Dänemark (8,042) platzieren konnte. Rang sechs ging an die Hamburgerin Kristina Boe (7,936).

Im Pas-de-Deux-Wettbewerb führen nach dem ersten umlauf die Österreicher Stefan Csandl und Theresa Thiel, gefolgt von den Eccles-Schwestern aus Großbritannien und den beiden Kölner Paaren Gera Marie Grün(Justin van Gerven und Pia Engelberty/Torben Jacobs. Das Finale des Doppels steigt heute ab 12.45 Uhr. Der prestigeträchtige Nationenpreis folgt ab 14,42 Uhr und wird live im WDR übertragen.

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