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London: Weltcup ohne deutsche Erfolge

Foto siteOlympia London, eines der ganz großen Traditionsturniere Europas. Foto: Cornelia Dreyer-Rendelsmann

Brite Scott Brash und Hello M’Lady gewinnen Weltcup-Qualifikation der Westeuropa Liga

London/GBR (fn-press). Drei deutsche Springreiter zogen ins Stechen der Weltcup-Qualifikation von London ein. Doch weder Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) noch Marcus Ehning (Borken) oder Maurice Tebbel (Emsbüren) konnten sich einen vorderen Platz sichern. Bester deutscher Reiter war Deußer mit seiner belgischen Stute Equita van T Zorgvliet  auf Platz neun.

In der alt-ehrwürdigen „Olympia Grand Hall“, einem 1886 gebauten Meisterwerk der Architektur aus Glas und Stahl, hat die „Olympia Horse Show“ in London eine wahrlich interessante Location. Die Reitfläche ist zwar im Vergleich beispielsweise mit der Messehalle von Genf am vergangenen Wochenende eher klein, aber die besten Reiter und Pferde kommen mit den Londoner Bedingungen gut klar. Die Entscheidung im 35-köpfigen Teilnehmerfeld am Weltcup der Westeuropa-Liga brachte ein sehr spannendes Stechen, das 13 Paare erreicht hatten, darunter drei Deutsche. Aber keiner von ihnen konnte in die Entscheidung um eine Top-Platzierung eingreifen. Daniel Deußer, dessen belgische Stute Equita vor zwei Monaten die Weltcup-Etappe in Lyon gewonnen hatte, leistete sich im Stechen zwei Fehler, es wurde Platz neun (8/41,29 Sekunden). Marcus Ehning gab im Stechen auf. Mit dem westfälischen Hengst Comme il Faut, einem Sohn von Cornet Obolenksy (seine Mutter ist die erfolgreiche Stute Ratina Z), hatte der Borkener zwei Abwürfe kassiert. Auch der talentierte Nachwuchsreiter Maurice Tebbel (22), dessen Vater René Tebbel vor 16 Jahren das Weltcup-Springen in London gewonnen hatte, kam mit dem Oldenburger Hengst Chaccos‘ Son nicht ohne Fehler aus dem Stechen: Platz 12 in 44,27 Sekunden.

Zur Freude der Londoner Zuschauer ritt ihr britischer, eigentlich schottischer Landsmann Scott Brash mit der belgischen Stute Hello M’Lady an die Spitze des Feldes (0/38,73). Einen Hauch langsamer war sein britischer Kollege Ben Maher, der den Parcours im Sattel seiner Stute Diva in 38,85 Sekunden überwand,  ebenso fehlerfrei. Dritter wurde der Belgier Nicola Philippaerts mit dem belgischen Wallach Harley vd Bisschop (0/39,067).

Die nächste Möglichkeit, Weltcup-Punkte auf dem Weg ins für Ende März terminierten Finales in Omaha (USA) zu sammeln, bietet sich am 20. Januar in Leipzig beim Turnier „Partner Pferd“.