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Genf: Platz eins für Kanadier Eric Lamaze

Ahlmann Zweiter im Top 10-Finale / Marcus Ehning wird Siebter

Genf/SUI (fn-press). Es ist eine der hochklassigsten Prüfungen des internationalen Springsports – das Rolex Top 10-Finale, bei dem die zehn besten Reiter der Weltrangliste startberechtigt sind. In der riesigen Genfer Messehalle hätte Christian Ahlmann (Marl), die aktuelle Nummer 1, mit Taloubet Z seine Erfolgsserie beinahe mit einem weiteren Triumph fortgesetzt, doch in buchstäblich letzter Sekunde schnappte ihm der Kanadier Eric Lamaze mit Fine Lady den Sieg vor der Nase weg. Platz zwei für den Deutschen.

Die inzwischen 16. Auflage des mit rund 400.000 Euro dotierten Top 10 Finales, gewissermaßen der Jahresabschluss der allerbesten Springreiter, hatte die Nummer 1 bis 10 der Weltrangliste geladen – und neun gingen an den Start. Lediglich der US-Amerikaner McLain Ward verzichtete, seinen Platz ergatterte der Brite Scott Brash (derzeit Nr. 13). Die drei deutschen Top 10-Reiter, Christian Ahlmann, Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) und Marcus Ehning (Borken), waren komplett vertreten.

Die Prüfung führte über zwei Umläufe, aber ohne Stechen, so dass die beste Zeit der zweiten Runde zählte und diese so schnell wie ein Stechen absolviert wurde. Marcus Ehning haderte mit sich. Sein französischer Wallach Pret a Tout hatte in der ersten Runde einen Fehler gemacht, da konnte auch die Nullrunde später nicht mehr viel ausrichten. „Das ist wirklich Mist, mein Pferd ist super gesprungen, und deshalb bin ich enttäuscht“, sagte der 42-Jährige, der sich letztlich mit Platz sieben zufrieden geben musste (4/45,81). Auch Daniel Deußer war die Ernüchterung anzumerken. Mit dem belgischen Wallach First Class kassierte er in beiden Umläufen einen Abwurf. Sein Pferd habe sich vor dem großen Bildschirm in der Halle erschrocken, erklärte der 35-Jährige (8/43,64, Platz neun).

Für seinen Kollegen Christian Ahlmann lief es hingegen prächtig. Der 16-jährige niederländische Hengst Taloubet Z meisterte die Aufgaben souverän, blieb jeweils fehlerfrei und legte in der zweiten Runde mit 43,05 Sekunden eine Spitzenzeit vor. Der spätere Sieger Eric Lamaze sagte nach der Prüfung: „Als ich Christian gesehen habe, war die Sache für mich gelaufen. Das konnte ich nicht schaffen.“ Weit gefehlt: Der Olympiasieger von 2008, damals mit dem großartigen Hengst Hickstead, steuerte seine Hannoveranerin Fine Lady noch einen Hauch schneller durch den Parcours – 42,56 Sekunden bedeuteten den Sieg und ein Preisgeld von rund 130.000 Euro. Christian Ahlmann als Zweiter wurde mit knapp 100.000 Euro belohnt. Begeistert meinte der knapp 42-Jährige: „Taloubet ist ein unglaubliches Pferd, ich bin glücklich, dass ich ihn reiten darf.“

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