| EM Pony Bishop Burton: Gold für deutsches Springreiterteam | | Drucken | |
| Sport - Pony-Sport | |||
| Geschrieben von: Uta Helkenberg | |||
| Samstag, 31. Juli 2010 um 19:09 | |||
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Bishop Burton/GBR (fn-press). Die Jungen Reiter und Junioren haben es vorgemacht - die Ponyreiter folgten: Bei den Europameisterschaften im britischen Bishop Burton hat die deutsche Equipe in der Besetzung Kaya Lüthi (Aach) mit Karwin, Miriam Zell (Schermbeck) mit Wombel, Laura Klaphake (Steinfeld) mit Jerome und Sophie Schuster (Pöttmes) mit Spotlieght One den Titel in der Mannschaftswertung geholt. Das Quartett komplettierte damit einen "historischen" Erfolg: Es ist das erste Mal, dass deutsche Nachwuchsspringreiter im selben Jahr in allen drei Altersklassen Gold holen. "Ich kann's noch gar nicht glauben", sagte Bundestrainer Peter Teeuwen (Hanstedt), kurz bevor er zusammen mit seiner Mannschaft das übliche Sieger-Bad im Wassergraben nehmen musste. In den letzten Jahren hatte er oft genug zuschauen musste, wenn für die anderen deutschen Ponyteams - die Dressur- und Vielseitigkeitsreiter - die deutsche Flagge gehißt und die Hymne gespielt wurde. Zuletzt gab es 1996 im dänischen Bartahus Teamgold für die Pony-Springreiter, zehn Jahre später in Saumur waren sie mit Silber "dicht dran". In den vergangenen beiden Jahren holten sie jeweils Bronze. "Das war schon lange überfällig, dass die Springreiter auch einmal Gold holen. Alle sind in den letzten Jahren so gut geritten und hatten einfach Pech, dass jeder gerade mal einen Fehler gemacht hat, was dann in der Summe aber die Medaille verhinderte hat", sagte Equipechefin Simone Gummelt (Warendorf). Dass es aber nun gerade in Bishop Burton so kommen würde, "damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich wusste zwar dass ich ein sehr erfahrenes Team habe, aber auch, dass das Springen sehr anspruchsvoll werden wird", sagte Teeuwen. So war die Stimmung zunächst auch etwas gedämpft, als Sophie Schuster als erste Deutsche gleich 20 Strafpunkte mit aus dem Parcours brachte. "Als die anderen drei dann aber null blieben - insgesamt gab es nur sieben fehlerfreie Ritte im ersten Umlauf - da haben wir schon angefangen, uns Hoffnungen zu machen", berichtete Simone Gummelt. Ein, zwei brenzlige Situationen gab es allerdings schon auf dem Weg zum Gold, beispielsweise als Laura Klaphake mit ihrem Stiefel einen Hindernisständer schwer ins Wackeln brachte oder als Miriam Zell bei ihrem ersten Ritt nur dank ihrer schnellen Reaktion einen Fehler gerade noch verhindern konnte. Doch beide blieben in beiden Runden fehlerfrei und bügelten damit auch das Pech von Sophie Schuster aus, die auch im zweiten Umlauf mit acht Strafpunkten das Streichergebnis lieferte. So mussten sich die Deutschen am Ende nur ganze vier Strafpunkte ankreiden lassen. Diese hatte sich Schlussreiterin Laura Klaphake ausgerechnet am letzten Hindernis des zweiten Umlaufs "eingefangen". Mit je zwölf Strafpunkten kamen Irland und Belgien aus den beiden Umläufen des Nationenpreises, wobei sich die Iren mit der schnelleren Zeit im Stechen durchsetzen konnten. Sie gewannen Silber, die Bronzemedaille ging an das belgische Team. Insgesamt bewarben sich elf Mannschaften um den Titel. Ähnlich erfolgreich wie seine Teamkolleginnen war auch der einzige Junge im deutschen Aufgebot, Christopher Kläsener (Marl) mit Sunny. Er war als "Einzelreiter" im Nationenpreis am Start und sicherte sich mit einer Nullrunde im ersten Umlauf und vier Strafpunkten im zweiten gute Ausgangschancen für das Finale am Sonntag. Da geht es dann in zwei Umläufen um die Vergabe des Einzeltitels.
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