| EM Pony: Deutsche Dressurmannschaft holt Silber |
| Sport - Pony-Sport | |||
| Geschrieben von: Uta Helkenberg | |||
| Donnerstag, 29. Juli 2010 um 18:44 | |||
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Bishop Burton/GBR (fn-press). Bei den Pony-Europameisterschaften im britischen Bishop Burton hat die deutsche Dressurmannschaft die Silbermedaille gewonnen. Es war das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass sich ein deutsches Team geschlagen geben musste. Seit 1990 haben die deutschen Dressurmannschaften ununterbrochen Gold geholt, insgesamt waren sie bisher nur sechs Mal Zweite und ein Mal Dritter seit Beginn der EM 1978. Die Nase vorn hatte in diesem Jahr das niederländische Team mit insgesamt 221,222 Punkten. Dritte im Bunde waren wie schon bei den EM der Junioren und Jungen Reiter am vergangenen Wochenende die Dänen. Sie holten Bronze (206,222). Das deutsche Quartett mit Grete Linnemann (Sittensen) mit White Gold, Lena Charlott Walterscheidt (Mönchengladbach), Jessica Krieg (Heinsberg) mit Danilo, Katharina Weychert (Bad Windsheim) mit Golden Derano C kam auf 219,0 Punkte. Schon vor dem Eintreffen in Großbritannien wurde die deutsche Mannschaft vom Verletzungspech ereilt. Einen Tag vor der Abreise verletzte sich Der feine Lord von Bianca Nowag (Ostbevern) im Training. Für das routinierte Paar rückte Grete Linnemann mit White Gold nach. Ob es nun an der überstürzten Anreise lag oder einfach daran, dass der Hengst an diesem Tag keine Lust hatte: Grete Linnemann kam als erste deutsche Starterin in der Mannschaftsdressur nicht über 66,167 Prozentpunkte hinaus. "Grete war natürlich sehr enttäuscht. Der Hengst kann deutlich über 70 Prozent erzielen, lässt allerdings manchmal den letzten Sportsgeist vermissen", sagte Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern). Unter ihren Möglichkeiten blieben auch Lena Charlott Walterscheidt und Deinhard B. Der Palominohengst, Doppel-Europameister 2008 mit Sönke Rothenberger, störte sich an einer Videokamera am Rande des Vierecks, zackelte im Schritt an und verspannte sich. "Lena hat das Beste aus der Situation gemacht. Sie ist je erst 13 und das erste Jahr dabei", so Endres. "Am Anfang hat sie richtig was riskiert. Nach der Trabtour lag das Paar ja auch noch bei 75 Prozent." Am Ende kamen 70,33 Prozentpunkte zusammen, drei von fünf Richtern hatten dem Paar sogar je 71,11 Punkte gegeben. Das reichte aber nicht aus, um den Niederländern Paroli zu bieten. Diese übernahmen bereits nach der ersten Hälfte der Teilnehmer die Führung, auch wenn sie diese kurzfristig am Donnerstagmorgen einmal abgeben mussten. Der Grund war die Vorstellung der Preis-der-Besten-Siegerin Jessica Krieg mit Danilo, die mit 75,5 Prozentpunkten belohnt wurde und damit den ersten Platz in der Einzelwertung der Mannschaftsprüfung belegte. "Danilo ging wie eine Sahnetörtchen - mit einer für ein gerade mal sieben Jahre altes Pony bemerkenswerten Sicherheit und Durchlässigkeit", freute sich Conny Endres. Die Hoffnung auf Mannschafts-Gold hatte sie zu diesem Zeitpunkt aber schon fast aufgegeben. Zwar blieb die am stärksten eingeschätzte niederländische Reiterin, Einzel- und Küreuropameisterin Antonie de Riele mit Golden Girl mit einem Ergebnis von 74,16 Prozentpunkten hinter ihrer Teamkollegin Maria Van den Dungen mit Rembrant (74,22) und Jessica Krieg, doch konnte Katharina Weychert (Bad Windsheim) mit Golden Derano C den Vorsprung der Niederländer nicht mehr wettmachen. Mit einem Ergebnis von 73,16 Prozentpunkten landete sie auf Platz vier. "Damit sehen unsere Chancen für die Einzelwertung sehr gut aus", sagte Endres. "Was die Mannschaftswertung betrifft, gilt es zu bedenken, dass die Niederländer hier mit drei sehr erfahrenen Reitern am Start sind, die alle im letzten Ponyjahr sind, während wir zwei 13-jährige Neulinge dabei haben und auch zwei noch junge, siebenjährige Ponys. Insofern sind unsere Aussichten gut, im nächsten Jahr den Titel zurückzuholen."
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