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Dressur: Ulla Salzgeber beendet internationale Karriere

Dressurreiterin widmet sich künftig vorrangig der Ausbildung ihrer Schüler

Warendorf (fn-press). Die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin Ulla Salzgeber zieht sich aus dem internationalen Turniersport zurück. Sie wolle sich künftig vor allem um ihre Schüler kümmern und sagte mit Blick auf ihre zahlreichen Medaillen, sie selbst habe „keine sportlichen Ambitionen mehr“. Möglicherweise werde man sie mit Nachwuchspferden noch das ein oder andere Mal in nationalen Prüfungen sehen, jedoch wolle sie keine internationalen Turniere mehr reiten.

In ihrer Karriere gewann Salzgeber mit ihrem langjährigen Erfolgspferd, dem 2013 verstorbenen Rusty, 2000 und 2004 Team-Gold bei den Olympischen Spielen sowie je eine Silber- und Bronzemedaille im Einzel. Bei den Weltreiterspielen errangen sie ebenfalls zwei Mannschaftstitel (1998, 2002) sowie zwei Einzel-Bronzemedaillen. Die Europameisterschaften 1997, 1999, 2001 und 2003 beendeten die beiden mit vier Mannschaftstiteln in Folge und zwei Einzel-Goldmedaillen. Mit Rusty wurde Salzgeber zudem drei Mal deutsche Meisterin und gewann zwei Weltcup-Finals. Den Wallach Herzrufs Erbe verabschiedete sie 2015 in den sportlichen Ruhestand. Mit ihm hatte sie im Anschluss an ihre Championatserfolge noch weitere Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und dem Weltcup-Finale 2011 gesammelt.

Gegenüber dem Internetportal Dressursport Deutschland sagte sie: „Wenn ich in meinen Schrank mit den Medaillen gucke, denke ich an eine sehr aufregende, erfüllende und schöne Zeit. Aber jetzt sind die Jüngeren dran und ich bin jetzt lieber diejenige, die den Jüngeren auf ihrem Weg nach ganz oben hilft. Ich trainiere wahnsinnig gerne und mit großer Leidenschaft und ich möchte meine Zeit noch gezielter für meine Schüler und ihre Begleitung zu den Turnieren nutzen können.“ Im Sattel sitzen wolle sie aber weiterhin. „Das Ausbilden hat mir immer am meisten Spaß gemacht. Ich habe noch einige sehr talentierte Pferde im Stall. Aber ich möchte sie in fördernde Hände abgeben. Die Zeit des internationalen Sports ist für mich vorbei, aber diese Pferde haben trotzdem ihre Chance verdient.“

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