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7. Parlamentarischer Abend der FN in Berlin

Zwei Shetlandponys waren die Stars des Abends


Berlin (fn-press). „Es geht auch analog“. Unter dieser Überschrift hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) zu ihrem diesjährigen Parlamentarischen Abend eingeladen. Bereits zum siebten Mal gaben sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Pferdesport und Pferdezucht in der Zentrale der Deutschen Kreditbank AG in Berlin ein Stelldichein.

„Wir wollten mit unserem Motto klarmachen, dass bei allen Vorzügen einer flächendeckenden Digitalisierung kein Smartphone, Tablet, Film, Foto und Plüschtier den Kontakt zum echten Tier ersetzen kann“, sagt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Der lebende Beweis dafür waren die beiden vierbeinigen Ehrengäste „Vanilli“ und „Shakira“. Die beiden Shetlandponys waren die Stars des Abends. Kaum einer der rund 120 Gäste ging, ohne die beiden persönlich begrüßt und gestreichelt zu haben. In seinem Grußwort stellte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau in diesem Jahr  allerdings weniger den Wert des Pferdes, speziell für Kinder und Jugendliche, dar. Er griff vielmehr Themen wie den Kutschenführerschein, der mittlerweile 11.000 Mal ausgestellt wurde, die Leitlinien für Tierschutz im Pferdesport, die Sorge der Tierhalter vor der Verbreitung des Wolfes und nicht zuletzt die Pferdesteuer auf. „Diese ist immer noch eine Bedrohung für uns, auch wenn die Pferdesteuer in Schleswig-Holstein gerade verboten wurde. Ich hoffe, dass das Schule machen wird“, so Graf zu Rantzau.

Wie schon zuvor Alexander von Dobschütz als Repräsentant des Gastgebers DKB, äußerte sich der FN-Präsident höchst erfreut über die große Resonanz auf den siebten Parlamentarischen Abend. Nicht zuletzt dank der Einrichtung eines FN-Hauptstadtbüros in Berlin, vertreten durch dessen Leiter Bernhard Feßler, war die Resonanz auf die Einladung so groß wie nie. Fast 50 Bundestagsabgeordnete hatten ihr Kommen angekündigt, kurzfristig verhinderte allerdings eine namentliche Abstimmung im Parlament deren persönliche Anwesenheit. Viele entsandten eine Vertretung, einige ließen sich eine Stippvisite während Sitzungspausen dennoch nicht nehmen.

Ebenfalls zu Gast war Dr. Hermann Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. In seinem Grußwort ging Aeikens auf die Bedeutung der Landwirtschaft sowie die Zusage der neuen Bundesregierung auf Förderung des ländlichen Raumes ein. Er wies dabei auch auf die wertvolle Jugendarbeit hin, die das Pferd als Bindeglied zwischen den Kinder und Jugendlichen aus den Städten und der Landwirtschaft leistet. Der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, hob darüber hinaus die wirtschaftliche Bedeutung des Pferdes hervor. Auch er sicherte Pferdesport und Pferdezucht von politischer Seite Unterstützung zu, ebenso wie Stephan Mayer MdB (CDU). Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium beglückwünschte die Pferdesportler zu ihren großen Erfolgen und lobte deren Bedeutung als „Medaillengaranten für Deutschland“. „Wir wissen, was wir an Ihnen haben“, sagte er.

FN-Präsidium traf sich im Bundestag

Dem Parlamentarischen Abend vorausgegangen war eine Sitzung des FN-Präsidiums, die auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dieter Stier (CDU) im Deutschen Bundestag stattfand. Als zuständiger Berichterstatter für Pferdewirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses, freute sich Stier, die Fachleute des Bundesverbandes für Pferdesport und Pferdezucht in der Hauptstadt persönlich begrüßen zu dürfen. Diskutiert wurde über Agrar- und Sportpolitik und über Themenfelder des ländlichen Raumes. „Der Reitsport und das Thema Pferd beschäftigen mich seit meiner Jugend“, so Stier, „ich bin diesem Sport und der Pferdezucht aufs engste verbunden, früher als aktiver Reiter, heute unter anderem als Vorsitzender eines Kreisreiterverbandes.“ Dass das Thema im Parlament mehr Aufmerksamkeit verdient hat, davon ist nicht nur Stier überzeugt und ließ durchblicken, dass sich ein Parlamentskreis Pferd in Gründung befindet und fraktionsübergreifend tätig werden soll.

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