| Unternehmen Mammutschleppe: 412 Hundeschnauzen |
| Sport - Magazin | |||
| Geschrieben von: Cornelia Dreyer-Rendelsmann | |||
| Dienstag, 11. August 2009 um 15:41 | |||
Geburtstag: Warendorfer Meute wird 30
Warendorf. Um 15:37 Uhr war es geschafft. Der letzte Meutehund passierte die Schleuse, die zur Zählung der Hunde diente. Hund Nr 412 - damit war der Eintrag in das Guinness World Records Buch 2009 besiegelt.
©: Alle Rechte bei Film- und Fernsehproduktion VORSPRUNG Über 5 km, mit vier gelegten Schleppen, hatte eine Meute aus 412 Hunden der Geburtstagsgesellschaft den Weg gewiesen. Das hatte es selbst in England und Frankreich, den tradierten Jagdländern, noch nicht gegeben. Möglich wurde dies durch neun Meuten, die aus allen Teilen Deutschlands der Einladung zum 30. Geburtstag der Warendorfer Meute gefolgt waren.
Sie ließen die Vision ihres Gründers und Masters Willy Rehr (Foto oben) wahr werden, das Legen einer Schleppe für über 400 Meutehunde. Ob es klappen würde, konnte im Voraus keiner beantworten, die erfahrenen Meutenführer eingeschlossen, mussten doch Hunde aus unterschiedlichsten Sozialverbänden zusammengeführt werden, die jeweils auf ihre Schleppflüssigkeit, ihren Huntsman und Equipage eingestellt waren.
Für die ca. 150 reitenden Teilnehmer aber auch für die Zuschauer bot sich auf einem abgeernteten Feld an den Warendorfern Emsauen ein einzigartiges Spektakel. Von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern stellen sich die einzelnen Meuten vor und legten eine Schauschleppe. Ob Beagle, Harrier oder Irish Foxhounds, alle Meuten demonstrierten den „Sport in Rot“ in einzigartiger Weise und machten auch Laien deutlich, wie viel Aufwand in einer gut geführten Meute steckt, die das Jagderlebnis ohne Blutvergießen im 21. Jahrhundert möglich macht.
»Ein Sport, der das Erlebnis der Natur mit Pferd und Hund, aber auch die Wahrung der Tradition in einzigartiger Weise verbindet.«
Zweimal schien das Unternehmen Mammutschleppe in Gefahr. Kurz, nachdem alle Hunde zusammengeführt waren, schienen sie Witterung - wahrscheinlich von einer der zuvor gelegten Schleppen - aufzunehmen und sich selbstständig zu machen.
Die Signale der Huntsmen ließen sie in kürzester Zeit zurückkommen und wie an einer unsichtbaren Schnur gezogen vereint zur Jagd aufbrechen. Auch der stark einsetzende Regen hielt die Hunde nicht davon ab, die gelegte Schleppe zu erkennen und zu verfolgen und damit das Geburtstagsgeschenk Wirklichkeit werden zu lassen. Die Belohnung: das Curée, 160 kg Rinderpansen.
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