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WM junger Fahrpferde: Drei Weltmeister aus Deutschland

Enfado P, Fortino und Da Vincy vorn

Mezöhegyes/HUN (fn-press). Was für ein Erfolg! Die deutschen Pferde errangen bei den Weltmeisterschaften junger Fahrpferde im ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes drei Mal Gold, zwei Mal Silber und zahlreiche weitere Top-Platzierungen. Weltmeister der Siebenjährigen wurde Enfado P mit Jovanca Marie Kessler, bei den Sechsjährigen ging der Sieg an Fortino und Marie Tischer, bei den Fünfjährigen standen Da Vincy und Bettina Winkler an der Spitze.

Insgesamt 14 deutsche Nachwuchspferde hatten die weite Fahrt in den äußersten Südosten der ungarischen Tiefebene angetreten. Zum dritten Mal war das ungarische Staatsgestüt Gastgeber dieses internationalen Championats. Für Enfado P, Sächs.-Thür. Schweres Warmblut von Excellent P-Ginelli P (Züchter Gerd Pohlers, Reinholdshain) und Jovanca Marie Kessler (21, Friedewald) ein vertrautes „Pflaster“, waren die Beiden an gleicher Stelle doch schon 2015 Weltmeister und 2016 Vize-Weltmeister geworden. In diesem Jahr nun wieder der Sprung auf das oberste Treppchen. Schon die Dressur hatte das Paar – einzige deutsche Starter im Feld der Siebenjährigen – souverän mit der Wertnote 8,14 gewonnen. Im Kombinierten Hindernisfahren mit zwei festen Geländehindernissen und einer Wasserdurchfahrt legten die Beiden noch „einen drauf“: 9,30 lautete hier das Ergebnis, 17,44 das Endergebnis. Silber ging mit 15,60 Punkten an den Lipizzaner Conversano Csaldo (Fahrer Vinzenz Dobretsberger/AUT), Bronze an den in Schlesien gezogenen Hengst Eter und Weronika Kwiatek (POL). „Jovanca ist beide Prüfungen ganz hervorragend gefahren“, lobte Bundestrainer Dieter Lauterbach (Dillenburg). „Im Kombinierten Hindernisfahren lag keine Wertnote unter 9,0, es gab sogar die Traumnote 10.“

Sechsjährige Pferde

Vor einer Woche noch Zweite bei den DKB-Bundeschampionaten in Warendorf, fuhr die erst 19-jährige Marie Tischer (Neu-Isenburg) ihre beiden Pferde Fortino und Sky-Dweller bei der WM zu Gold und Silber. „Dass gerade die beiden Jungen Fahrerinnen Marie und Jovanca hier so erfolgreich waren, zeigt wie immens wichtig die Erfahrungen aus nationalen und internationalen Nachwuchswettbewerben sind“, sagte Lauterbach. „Bei einem Championat in einen Kegelparcours zu fahren, ist schon etwas Besonderes und verlangt gute Nerven. Das klappt nur, wenn man mit solch einer Atmosphäre und Anspannung vertraut ist“. Marie Tischer (wie Kessler mit Medaillen bei der Nachwuchs-EM dekoriert) war es: Im Kombinierten Hindernisfahren erzielte sie mit Fortino (Deutsches Sportpferd von Fidertanz-De Niro; Züchter: Andreas Ohar, Weimar) die Wertnote 9,0 und gewann mit insgesamt 16,57 Punkten das Finale. Mit Vize-Bundeschampion Sky-Dweller (Trakehner von Hirtentanz-Herzruf; Züchterin: Simone Bell, Wiesbaum) hatte die 19-jährige die Dressur gewonnen und kam am Ende auf 14,71 Punkte. Bronze ging an die in Schlesien gezogene Stute Rebella und Bartlomiej Kwiatek (POL). Fünfte wurden Andreas Lannig (Hettstadt) und Dante.

Fünfjährige Pferde

Von den DKB-Bundeschampionaten zu WM-Gold, das gilt auch für Da Vincy (Deutsches Sportpferd von Decurio-Rich Charly I; Züchter: Strauß und Winkler GbR, Greiz). Mit seiner Fahrerin Bettina Winkler (Greiz) gewann der Braune 2016 in Warendorf und holte sich nun WM-Gold. Erstmals mussten auch die Fünfjährigen in einem Kombinierten Hindernisfahren mit zwei festen Geländehindernissen (allerdings ohne Wasserdurchfahrt) antreten. Bettina Winkler und Da Vinci hatten aus der Dressur eine 8,0 mitgebracht, in der zweiten Prüfung erzielten sie die Wertnote 7,8. WM-Silber gewannen die Dressursieger (8,08) und amtierenden Bundeschampions der Schweren Warmblüter, Tara (Sachsen-Thüringen von Epilog-Lord Brown) und Karl-Heinz Finkler (Gardelegen) mit 15,68 Punkten. Bronze holten sich der Luxemburger Franz Schiltz und San Remo Royal (Westfale von Sir Donnerhall I-Dresemann; Züchter Adolf-Theo Schurf, Bedburg). Auf Platz vier folgte erneut Bettina Winkler, dieses Mal an den Leinen von Fee, Lars Krüger (Grumbach) und FST Laurin wurden Fünfte und Finkler belegte auch noch Platz sechs mit Tito Hedegaard.

„Alle deutschen Pferde sind in das Finale eingezogen“, freute sich Lauterbach. „Das deutsche Ausbildungssystem trägt auch im Fahrsport Früchte“. Der Coach war rundum zufrieden: „Herausragende Ergebnisse, tolle Stimmung im Team, ein sehr schöner Veranstaltungsort mit Top-Bedingungen und strahlender Sonnenschein bei 29 Grad!“

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