deenfrites

Saisonhöhepunkte im Fahrsport 2017

Sichtungswege der Vierspänner, Zweispänner und Ponyfahrer

Warendorf (fn-press). Für die Fahrsportler stehen in der Saison 2017 gleich drei Championate bevor.

Die Vierspänner tragen ihre Europameisterschaften gemeinsam mit den Dressur- und Springreitern und den Para-Dressurreitern vom 22. bis 27. August in Göteborg aus. Höhepunkt für alle Ponyfahrer und auch für alle deutschen Fahrsportfans ist außerdem die Weltmeisterschaft im eigenen Land. Die WM der Ponyfahrer findet vom 15. bis 20. August in Minden in Westfalen statt. Die Zweispännerfahrer müssen dagegen etwas weiter zu ihrem Championat reisen. Sie ermitteln ihren Weltmeister 2017 vom 20. bis 24. September in Lipica in Slowenien.

Welche Fahrer beim Championat dann für Deutschland an den Start gehen dürfen, entscheidet sich bei den Ponyfahrern und den Zweispännern nach mehreren Sichtungsturnieren. Die Vierspännerfahrer planen ihren Sichtungsweg individuell in Abstimmung mit Bundestrainer Karl-Heinz Geiger (Rechtmehring).

Pflichtsichtung für alle Vierspänner sind allerdings wie üblich die Deutschen Meisterschaften vom 22. bis 25. Juni in Riesenbeck. Einige Gespanne werden außerdem vom 19. bis 23. Juli beim Nationenpreis in Aachen die deutschen Farben vertreten dürfen, die anderen Vierspännerfahrer messen sich zeitgleich beim nationalen Turnier in Rastede. „Fünf bis sechs Gespanne dürfen wahrscheinlich mit zur Europameisterschaft nach Göteborg“, so Geiger. „Wer das am Ende sein wird, wird nach der gezeigten Leistung entschieden“, erklärt der Cheftrainer.

Zweispänner: Der Weg nach Lipica

Für die Zweispänner gibt es – anders als bei den Vierspännern – einen festen Sichtungsweg mit vier Stationen. Sie starten mit einer Einlaufprüfung vom 5. bis 7. Mai in Blievenstorf in Mecklenburg-Vorpommern in die Saison. Die erste offizielle Sichtung ist vom 2. bis 5. Juni beim Pfingstturnier in Zeiskam in Rheinland-Pfalz. Bei der Deutschen Meisterschaft auf der Olympiaanlage in München-Riem vom 7. bis 9. Juli ermitteln die Zweispännerfahrer dann ihre nationalen Meister. Die dritte Sichtung findet vom 10. bis 13. August in Biblis in Hessen statt.

Die vierte und damit letzte Sichtung ist dann im Rheinland und zwar vom 31. August bis 3. September in Zülpich. „Von den vier Stationen müssen die Zweispännerfahrer bei drei Sichtungen starten, inklusive der Deutschen Meisterschaft – die ist ein Pflichttermin. Zusätzlich müssen sie bei einem internationalen Start ein FEI-Qualifikations-Ergebnis liefern“, erklärt Wolfgang Lohrer (Meißenheim), Bundestrainer der Ein- und Zweispänner.

Ponyfahrer: Weltmeisterschaft im eigenen Land

Wer von den Ponyfahrern bei den Weltmeisterschaften in Minden vor heimischem Publikum starten möchte, muss seine Leistung ebenfalls bei verschiedenen Sichtungen unter Beweis stellen. Die erste Station ist für alle Anspannungsarten vom 29. April bis 1. Mai in Klappschau in Schleswig-Holstein. Danach müssen die Pony-Einspänner zur zweiten Sichtung vom 15. bis 18. Juni zum internationalen Turnier nach Dillenburg. Am gleichen Wochenende treffen sich die Zwei- und Vierspännerfahrer zum Leistungsvergleich in Münster-Roxel.

Bei der Deutschen Meisterschaft vom 29. Juni bis 2. Juli in Schwaiganger, die gleichzeitig die dritte Sichtung ist, kommen dann alle Ponyfahrer wieder zusammen. Die vierte und letzte Station ist vom 27. bis 30. Juli in Bad Segeberg. „Drei Sichtungsturniere inklusive der DM sind Pflicht, zusätzlich sind Starts bei internationalen Turnieren erwünscht“, erklärt Karl-Heinz Geiger, der auch Bundestrainer für die Pony-Vierspänner ist. Danach benennen Geiger und Wolfgang Lohrer gemeinsam mit dem Disziplin-Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Fahrer, die in Minden starten dürfen.

Für alle Nachwuchsfahrer stehen die Deutschen Jugend-Meisterschaft in Bösdorf in Sachsen-Anhalt auf dem Programm. Diese finden vom 3. bis 6. August statt. Wer möchte, kann zusätzlich im September nach Palma Nova in Italien fahren und sich dort dem internationalen Vergleich stellen.

Für die Einspännerfahrer, die 2017 kein Championat haben, stellt ein Einsatz beim internationalen Turnier in Haras du Pin in Frankreich Ende August den Saisonhöhepunkt dar.