| WM Einspänner Pratoni del Vivaro: Deutsches Team behält Führung | | Drucken | |
| Sport - Fahren | |||
| Geschrieben von: Eva Willermann | |||
| Samstag, 31. Juli 2010 um 19:11 | |||
Thorsten Zarembowicz nach Dressur und Gelände auf GoldkursPratoni del Vivaro/ITA (fn-press). Die deutschen Einspännerfahrer bleiben auch nach dem Gelände bei der Weltmeisterschaft in Pratoni del Vivaro in Italien mit rund 15 Punkten Vorsprung in Führung. In der Einzelwertung führt Thorsten Zarembowicz aus Viernheim mit Sunrise nach einer "Traum-Dressur" (35,20 Punkte) und Platz 18 (72,99 Punkte) im Gelände. Somit muss er am Sonntag als letzter Starter in den Kegelparcours. "Da lastet schon Druck auf seinen Schultern", sagt Bundestrainer Eckhardt Meyer aus Hermannsburg. Nach einem gelungenem Dressurauftakt lief im Gelände nicht alles ganz so rund. Zarembowicz musste als erster deutscher Fahrer in die acht Hindernisse. Er fuhr im ersten Hindernis etwas zu weit raus, kam im zweiten zu stark mit der Hand, so dass es hier zu Problemen zwischen ihm und der Stute Sunrise kam. Erst nach dem dritten Hindernis wurde es dann immer besser, die Runden schneller und flüssiger. Mit Platz 18 war er aber dennoch bester Deutscher im Gelände. Gute Runden durch die Hindernisse zeigte die 24-jährige Mareike Harm (Negernbötel) mit Do Marina. Im siebten Hindernis fielen allerdings zwei abwerfbare Teile bei ihr, so dass zusätzlich vier Strafpunkte zu ihrem Ergebnis hinzugerechnet wurden. Mit 77,29 Punkten kam sie auf Platz 32 im Gelände, in der Kombinierten Wertung rutschte sie von Platz drei nach der Dressur auf Platz vier (121,19). "Die zwei abwerfbaren Teile sind ärgerlich, ansonsten ist Mareike sehr gut gefahren", sagte Meyer. Die Plätze zwei und drei in der Einzelwertung belegen zur Zeit der Italiener Cristiano Cividini (118,42) und der amtierende Weltmeister Jan den Broek aus den Niederlanden (118,82). Zarembowicz hat einen Vorsprung von rund zehn Punkten (108,19), könnte sich also sogar drei Bälle im Hindernisfahren erlauben. Christoph Dieker (Gescher) - mit FST Elmor nach der Dressur auf Platz vier - verlor noch einige Plätze mehr in der Einzelwertung als Mareike Harm. "Elmor ließ in den Hindernissen fünf und sechs kräftemäßig etwas nach, aber die beiden letzten Hindernisse waren dann wieder richtig stark", so Meyer. Mit 78,14 Punkten kam er im Gelände auf Platz 34, das bedeutet in der Kombinierten Wertung zur Zeit Platz zehn mit 124,86 Punkten. "Nicht nur für Mareike, auch für Christoph ist noch alles möglich", so Meyer mit Blick auf das Kegelfahren. "Wir müssen morgen einfach alle Null fahren und dann mal schauen." Richtig Pech im Gelände hatte Detlef Böhlmann (Otter) mit Diaz. Direkt im ersten Hindernis verfehlte er ein Tor und bekam für "korrigiertes Verfahren" 20 Strafpunkte hinzugerechnet. "Er wäre sonst ganz nach vorne gekommen, aber die 20 Punkte fährst du eben nicht wieder rein", sagte Meyer. Böhlmann hatte seine erste WM mit einem siebten Platz in der Dressur begonnen und rutschte durch Platz 57 (96,50) im Gelände auf Platz 41 in der Einzelwertung ab. Böhlmann fährt mit Mareike Harm und Thorsten Zarembowicz für die deutsche Mannschaft und lieferte damit das Streichergebnis für die Teamwertung. Das deutsche Team hat nun 229,38 Punkte auf dem Konto. Nachdem die beiden Schweizer Teamfahrer Lucie Musy und Michael Barbey einen Doppelsieg im Gelände einfuhren, schob sich das Schweizer Team mit 246,37 Punkten sogar ganz knapp an den Niederländern vorbei, die jetzt 246,75 Punkte haben und Platz drei in der Mannschaftswertung belegen. Wie Christoph Dieker startet auch Oliver Böhme (Grumbach) mit seinem Pferd Pamino als Einzelfahrer. Bei ihm fiel allerdings auch ein abwerfbares Teil, so dass zwei Strafpunkte zu seinem Ergebnis hinzukamen. Er war zweitbester Deutscher im Gelände und belegte mit 75,98 Punkten Platz 29. Damit verschlechterte er sich in der Einzelwertung von Platz 20 nach der Dressur nur um einen Platz (132,56).
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