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U25-Dressur: Nun auch Nationenpreis in Aachen

Sichtungsweg zu den Europameisterschaften in Lamprechtshausen

Warendorf (fn-press). Seit vergangenem Jahr hat der internationale Dressursport eine „offizielle“ Altersklasse mehr. Erstmals traten die U25-Reiter zu Europameisterschaften an – für die deutschen Teilnehmer mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen ein voller Erfolg. In diesem Jahr dürfen sich die angehenden Grand-Prix-Reiter auf einen weiteren Saisonhöhepunkt freuen.

Beim CHIO Aachen 2017 wird erstmals auch der offizielle Nationenpreis der U25-Dressurreiter auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Aachener Soers ausgetragen. „Das hat für uns einen enormen Stellenwert“, sagt Klaus Roeser, der Vorsitzende des Dressurausschusses im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR). Der Nationenpreis beim CHIO Aachen sei, so Roeser weiter, „eine hervorragende Gelegenheit, unsere Nachwuchsstars noch besser an den internationalen Spitzensport heranzuführen.“

Während die Altersklasse international noch in den Kinderschuhen steckt, hat sich der U25-Sport national längst etabliert. Bereits im Jahr 2000 hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit Unterstützung der Liselott Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports eine eigene Serie für Nachwuchsreiter auf dem Sprung zum Grand-Prix-Niveau etabliert. Längst ist der Piaff-Förderpreis mit seinen Stationen auf deutschen Topturnieren und dem Finale im Rahmen der Stuttgart German Masters eine feste Größe im Turnierkalender, darüber hinaus haben die Nachwuchsreiter seit 2010 die Chance, sich im Rahmen des „Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, Piaff-Förderpreis International U25“ beim CHIO Aachen zu messen. „Innerhalb Deutschlands sind wir daher sehr gut aufgestellt“, bestätigt auch Sebastian Heinze, seit diesem Jahr Bundestrainer der U25-Dressurreiter. Veränderungen sieht er allerdings auf internationaler Ebene. „Durch die Einführung der Altersklasse gibt es nun auch international mehr Prüfungen und auch Nationenpreise für diese Zielgruppe. Das wirkt sich natürlich auch auf die Saisonplanung aus“, so Heinze. „Wir werden auf jeden Fall unsere Reiter vermehrt zu internationalen Turnieren entsenden. Das ist eine tolle Chance, Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig sind diese Starts für uns wichtig, da unser Startplatz bei den Europameisterschaften von den Plätzen unserer Reiter auf der Weltrangliste abhängt.“

Sichtungsweg zur EM eng mit dem Piaff-Förderpreis verknüpft

Die U25-Europameisterschaften finden in diesem Jahr vom 20. August bis 3. September in Lamprechtshausen in Österreich statt. Der Sichtungsweg dorthin ist eng mit dem Piaff-Förderpreis verknüpft. Die erste Qualifikation für das Finale der Nachwuchsserie für unter 25-jährige Reiter ist das internationale Turnier in München-Riem (25. bis 28. Mai), zuvor gibt es Ende April erstmals einen zusätzlichen Lehrgang in Warendorf für die Teilnehmer unter der Leitung von Sebastian Heinze. Nach der zweiten Station im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve (8. bis 11. Juni) wird die Longlist für die U25-EM nominiert. Die Benennung der Shortlist erfolgt nach der nächsten Station in Verden (2. bis 6. August), zuvor findet allerdings noch der Nationenpreis in Aachen statt. „Auch wenn das keine offizielle Sichtung ist, werden wir hier sicher hochkarätig vertreten sein“, kündigt Bundestrainer Monica Theodorescu an.