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Traumatisierte Kutschpferde

Koblenz. Kutschpferde die durchgehen, sind nach einem solchen Ereignis dauerhaft traumatisiert, stellte das Oberlandesgericht Koblenz fest (Aktenzeichen 5 U 1124/08). Ihre künftige Eignung ist damit in Frage gestellt. Deshalb muss im Falle eines Verkaufs eines solchermaßen geprägten Tieres der Käufer, auch ohne dass dieser nachfragt, darauf aufmerksam gemacht werden.

Klärt der Verkäufer den Käufer nicht auf, ist ihm Arglist vorzuwerfen. Der Käufer kann nun vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz verlangen, wenn der Verkäufer kein mängelfreies Pferd als Ersatz anbieten kann oder will. Dies gilt nur dann nicht, wenn er beweisen kann, dass ein gestörtes Verhalten des Pferdes erst nach dem Verkauf aufgetreten ist.