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WEG-Tipp: Im Sattel durchs Pferdeland - rund um die Weltreiterspiele

Foto-Impressionen von Cornelia Dreyer-Rendelsmann

Louisville und seine Umgebung ist Pferdeland pur, da besteht kein Zweifel. Ob Vollblüter, das heimische American Saddlebred, die englische Sportreiterei mit ihren unterschiedlichen Disziplinen, die Kaltblutzucht der Armish oder das Quarter Horse. Hier haben sie alle ihre Heimat. Wer so viel Pferde sieht, will als passionierter Reiter natürlich auch selbst in den Sattel steigen und das möglichst nicht in den Dressur- oder Springsattel von Pferden Made in Germany. 

   
  „The Wilstern Ranch“ in French Lick, Indiana, macht dies möglich. Hier handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Rinderzucht, einem Reitstall und mehreren Blockhäusern, die man mieten kann, eins davon, das alte Farmhaus mit großer Geschichte.
  Trafen sich dort doch keine geringeren als Präsident Franklin Delano Roosevelt (1882-1945) zum Jagdvergnügen oder die amerikanische Gangsterlegende Al Capone (1899-1947), der dort vor dem Kamin seiner dritten Frau das Ja-Wort gab.
  Pleasant ist das richtige Wort. Es handelt sich um eine hügelige Landschaft mit grünen Weidegründen, unterbrochen von Waldabschnitten mit den für die Gegend characteristischen Walnußbäumen.
   Gastfreunschaft wird hier in jeder Hinsicht praktiziert.
   Reiten kann hier – und das gilt offenbar auch für die ganzen Hotelreitschulen - quasi jeder. Zur Not geführt als Handpferd kann hier jeder einmal den Traum, Landschaft aus dem Sattel zu genießen, erleben. Wer mehr will, kann dies natürlich auch.
  Das Gelände ist hügelig, teilweise steil und steinig. Wer hier versuchen will, sein englisches Reitkönnen unter Beweis zu stellen, liegt falsch. Hier muß man auch mal die Pferde machen lassen und selbst sich darauf konzentrieren, die Vierbeiner bei ihrer Arbeit so wenig wie möglich zu stören. Ansonsten kann man schon mal zum Fußgänger werden.
  Kühetreiben ist ohne Zweifel ein besonderes Erlebnis, dass das eigene Reitkönnen auf ganz andere Weise abfragt. Die unterschiedlichen Arbeiten an den Kühen dann, geben Einblick in den Alltag auf einer Ranch. Das Einfangen der Kälber mit dem Lasso ist ganz offenbar erlernbar und weckt den Spieltrieb. Das Setzen von Ohrenmarken, Kastrieren von Bullen oder die Klauenpflege ist dann Geschmacksache.
   Vorsichtig die Lage peilen: „ ... und wen nehmen wir als nächstes?”
  Gar nicht so einfach, der Umgang mit dem Lasso - noch heute ein unverzichtbares Arbeitsgerät auf den amerikanischen Ranches.

  

 

 Nach der Arbeit kann man in den kleinen Orten der Umgebung American Way of Life erleben. Hier findet man die kleinen Bars, wo sich am Abend die Leute der Region treffen, hier sieht man die unnachahmlichen amerikanischen Laster oder leibhaftige Easy Rider, die gerade mal wieder ihren Tank auffüllen. Am Wochenende findet man hier noch Kirchen, wo was los ist und wenn man Glück hat, gibt’s die eine oder andere Veranstaltung.

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