| Olympische Spiele Hongkong 2008: Weltreiterverband folgt Empfehlungen der „Stevens-Kommission“ |
| Doping/Verb. Medikation - Fall FN | |||
| Geschrieben von: Dennis Peiler | |||
| Dienstag, 17. November 2009 um 18:26 | |||
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Kopenhagen/DEN (fn-press). Anlässlich der derzeit in Kopenhagen stattfindenden Jahrestagungen hat die Internationale Vereinigung (FEI) bislang noch nicht publizierte Inhalte des „Stevens-Reports“ veröffentlicht. Der Report befasst sich mit den Vorfällen in der deutschen Reitermannschaft bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008. „Die Veröffentlichung dieser Inhalte wurde auch höchste Zeit. Wir drängen bei der FEI schon seit Wochen darauf, dass der gesamte Bericht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird“, sagte Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Der „Stevens-Report“ enthält unter anderem Handlungsempfehlungen an die FEI. Diese sehen vor, dass sich das FEI-Tribunal mit dem Fall „Cornet Obolensky“ befassen soll. Darüber hinaus soll der ehemalige FN-Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting (Weilerswist) von der Liste der FEI-Tierärzte gestrichen werden. Eine weitere Empfehlung, der die FEI folgen möchte, ist die „Abwahl“ des ehemaligen FN-Generalsekretärs, Dr. Hanfried Haring (Sassenberg), als Mitglied des FEI-Bureaus. Zudem sollen die deutschen Funktionäre, die von den Geschehnissen um „Cornet Obolensky“ wussten, nicht mehr für ein FEI-Amt kandidieren dürfen. Das FEI-Bureau erklärte jetzt in Kopenhagen, dass es den Empfehlungen des „Stevens-Reports“ folgen möchte. In einem Mitteilungsschreiben der FEI an die deutsche FN vom 16. November heißt es (ins Deutsche übersetzt):
Zum Hintergrund: Bei den FN-Jahrestagungen im Mai in Nürnberg informierte die Deutsche Reiterliche Vereinigung ihre Mitglieder umfassend über die Vorkommnisse in der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Hongkong. Und damit auch über die nicht angemeldete Behandlung des Pferdes „Cornet Obolensky“ von Springreiter Marco Kutscher. Noch in Nürnberg teilte die FN dem Weltreiterverband alle Erkenntnisse mit, die seit den Olympischen Spielen 2008 vom deutschen Verband gesammelt wurden. Daraufhin setzte die FEI das so genannte „Ethics-Panel“ ein, das die Vorfälle in der deutschen Mannschaft untersuchen sollte. Für ihre Untersuchung beauftragte die FEI eine externe Agentur unter dem Vorsitz von Lord Stevens. Die sogenannte „Stevens-Kommission“ befragte alle Beteiligten und unterbreitete der FEI Handlungsempfehlungen zum weiteren Vorgehen.
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