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Springen: Global Champions Tour – Finanzkrise ist woanders
Sport - Springen
Geschrieben von: Andreas Kerstan   
Mittwoch, 15. Oktober 2008 um 09:54

1,9 Millionen Euro sind im Preisgeldtopf – 15.000 Euro: Auch Pferdepfleger können gewinnen

Sao Paulo/BRA. Während die Bankenwelt stöhnt, setzen die Organisatoren und Sponsoren der Global Champions Tour ein Zeichen für das Finale der Serie vom 15. bis 19. Oktober in Brasiliens Millionen-Metropole Sao Paulo.

Nie zuvor gab es soviel zu gewinnen und heute legten die Macher noch mal nach. Am Ende des fünftägigen Turniers gibt es Sonder-Geldpreise in Höhe von 165.000 Euro: Der Beste und der zweitbeste Teilnehmer des CSI5* Sao Paulo erhalten eine Vergütung von 100.000, bzw. 50.000 Euro und der Pfleger des besten Pferdes wird mit 10.000 Euro belohnt, der zweitplatzierte Pfleger mit 5.000 Euro.

In neun Wettbewerben können Punkte für diese Sonderwertung gesammelt werden und die Prüfungen haben es ohnehin in sich. Rund 1,9 Millionen Euro werden bei der letzten Station in Sao Paulo verteilt, allein eine Million im Finale für das sich 25 Reiter qualifiziert haben, darunter acht deutsche Teilnehmer.

Verzichten müssen zwei, die man ohne Zweifel zum Favoritenkreis hätte rechnen können. Der Ire Denis Lynch, der zum Auftakt in Doha mit dem Wallach Lantinus triumphierte und in Hongkong Monate später wegen der positiven Medikationsproben (Capsaicin) des gleichen Pferdes suspendiert wurde, wartet noch immer auf eine Entscheidung des Landgerichts Dortmund, ob seine Suspendierung rechtens ist.

Der Niederländer Albert Zoer hatte gleich doppeltes Pech – kurz vor den Olympischen Spielen brach sich der Zweite des Global Champions Tour Station in Hamburg das Schien- und Wadenbein. Olympia passé und nun auch das Finale der GCT. Dafür rückt in der Liste Jessica Kürten aus Irland nach, die Sechste der Weltrangliste.

Zu den deutschen Teilnehmern des Turniers in der altehrwürdigen und eleganten Hipica Paulista zählen die Weltranglistenerste Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Marcus Ehning (Borken), Marco Kutscher (Riesenbeck), Daniel Deusser (Ravensberg), Ulrich Kirchhoff (Gronau), Thomas Voß (Schülp), Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Alois Pollmann-Schweckhorst (Mühlen).

Ungewöhnlich aber sehr pragmatisch dürfte die Arbeitskonstellation Beerbaum-Pablo-Voß werden. Weil der Holsteiner Wallach Leonardo B verletzt ist, bot Beerbaum dem Schleswig-Holsteiner Voß den dänischen Wallach Pablo als Ersatz für Sao Paulo an. Voß willigte ein, das Pferd gehört Beerbaums GmbH und verlieren kann keiner in dieser Konstellation.

 
09. Februar 2012
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