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Einladung: Fachtagung Reitboden
Magazin - Hippo-Sachverstand
Geschrieben von: raihe   
Montag, 14. Juni 2010 um 07:41

18. Juni 2010 im Landwirtschaftsmuseum des Kulturzentrums Sinsteden, Rhein-Kreis Neuss


 

Bergheim/Neuss. Reitplatzbau wurde über Jahrzehnte in einer unbeobachteten Nische betrieben. Dies hatte mehrere Gründe. Keiner weiß bis heute, wissenschaftlich abgesichert, wie überhaupt ein guter Reitboden beschaffen sein muß.

Ein guter Boden ist der, den der Reiter für gut befindet. Das kann der Waldboden genauso wie der Sandstrand sein. Und so unterschiedlich wie der Waldboden als rein organisches Produkt und Sandboden und als rein mineralisches Produkt ist, so unterschiedlich waren die Ansätze, einen befriedigenden Untergrund für den Reitsport zu schaffen, der wiederum immer nur einen Kompromiß darstellt konnte. Dennoch schaffen Pferdehufe es doch, alles über lang oder kurz in Minibestandteile zu zerreiben.

Reitplatzbauer sind und waren meist erfahrene Reiter, die diese Aufgabenstellung nicht ruhen ließ. Anforderungen und Niveau der angebotenen Reitplätze oder Systeme nahmen innerhalb der Jahrzehnte zu und quasi unbeobachtet etablierten sich ganze Systeme. Es ging nicht mehr darum einen Naturboden zu verbessern, Bauwerke entstanden und mit ihnen bekam der Reitplatz einen neuen Status. Auch das geschah weitgehend unbemerkt. Neue Materialien wurden ausprobiert und natürlich wie alles andere auch zerrieben.

Um diesen Markt zu regeln, veröffentlichte 2007 die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. im Zusammenhang mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung die Empfehlungen für Planung und Instandhaltung von Reitplätzen im Freien. Dieses Werk bildet im Moment den Stand der Technik ab und dies überaus unvollständig. Spätestens seit dieser Veröffentlichung führt der Reitplatzbau kein unbeobachtetes Nischendasein mehr und muß sich nun mit der Gesetzgebung und den Vorgaben des Regelwerkes auseinandersetzen. Haftung ist angesagt und die dürfte quasi keinen mehr ruhig schlafen lassen, denn kaum ein Reituntergrund, unabhängig ob teuer erworben, oder Marke Eigenbau, entspricht den Anforderungen des Regelwerks oder der geltenden Gesetzgebung.

Die Zielgruppe: Reitstallbetreiber, Reitplatzbauer, Behörden, Sachverständige, Reiter, Turnierrichter.

Die Fachtagung ist anerkannt als Fortbildungsveranstaltung für Pferdewirte nach § 16 Fortbildungspflicht der Sachverständigenverordnung der LWK NRW.

Die Themen und Referenten

  • Der perfekte Reitboden – wie soll er sein? - Hanno Vreden, Pferdesportverband Rheinland
  • Alles ist möglich, nichts erlaubt - Peter Wernke, Reitplatzbauer
  • Investition Reitplatz - Burkhard Jung, Vorsitzender des Bundesverbandes der Berufsreiter
  • Alter Reitboden - teure Entsorgung? - Heinz Jürgen Rühl, Amt für Umweltschutz, Rhein Kreis Neuss-
  • FLL - Stand der Technik - Prof. Gert Bischoff, FH Erfurt, Vorsitzender des  FLL- Arbeitskreises Reitplatzbau
  • Wer haftet wenn? - Michael Dyhr, Reiter, Turnierrichter, Rechtsanwalt

Podiumsdiskussion:

  • Reitplatzbetreiber, -bauer, Turnierveranstalter und Reiter frei zum Abschuss?
  • Wo liegt die Lösung?
  • Ist Zertifizierung machbar?

Kosten: 70 Euro

Abendessen und Einstimmung am 17. Juni 2010, Unkostenbeitrag: 15 Euro

Anmeldung per E-Mail:

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oder per Fax

0 22 38 / 94 52 85

oder schriftlich:

Dr. Cornelia Dreyer-Rendelsmann
Kapellenweg 19
50129 Bergheim

oder telefonisch:

0 22 38 / 94 52 83 oder 01 79 / 593 19 63

Zur Person:

Dr. agr. Cornelia Dreyer-Rendelsmann ist von der Landwirtschaftskammer  NRW öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Pferdezucht und -haltung, Reit- Fahr- und Turniersport sowie von der Industrie- und Handelskammer zu Köln öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Reitplatzbau.

 
09. Februar 2012
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