| CHI Donaueschingen: Von Donaueschingen nach Mexiko |
| Sport - Springen | |||
| Geschrieben von: Miriam Abrahamczyk | |||
| Samstag, 19. September 2009 um 18:06 | |||
Kiara La Silla kehrt als Siegerin im Championat von Donaueschingen heimDonaueschingen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte der Olympiazweite Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) auf seinen Sieg im Championat der Stadt Donaueschingen – so große die Freude über den Sieg in der mit 20.000 Euro dotierten Prüfung auch war, vom Pferd muss sich Bengtsson nun trennen, denn die zehn Jahre alte Cardento-Tochter Kiara La Silla kehrt jetzt nach Mexiko in die Heimat ihres Eigentümers Alfonso Romo zurück. „Ich habe sie nur diesen Sommer gehabt, damit sie etwas mehr Routine bekommt, künftig wird Alfonso Romo sie reiten,“ so Bengtsson, der als letzter von nur vier Teilnehmern im Stechen in 53,71 Sekunden und ohne Fehler das Championat gewann. Immerhin kann der 46 Jahre alte in Breitenburg lebende Schwede die Schimmelstute mit einem erstklassigen Zeugnis nach Hause schicken. Parcourschef Olaf Petersen jun. baute den 45 Kandidaten des Championats schwere, aber lösbare Aufgaben, in den Weg. Als Herausforderung erwies sich eine Distanz zur Triplebarre und auch eine Linie Richtung Ausgang, die in dem einen oder anderen Fall unterschiedliche Auffassungen von Pferd und Reiter über die Fortsetzung der Prüfung offenbarte. Den zweiten Platz belegte Nationenpreisreiter Jörg Kreutzmann (Kasseburg) mit dem belgischen Wallach Sauternes ter Vlucht (0/ 55,05). Der 14 Jahre alte Wallach ist nicht leicht zu handhaben und verlangt seinem Reiter absolute Konzentration ab: „Ich muss aufpassen, dass er nicht nervös wird, wenn er zuviel Tempo bekommt.“ Mit einem putzmunteren Hochzeitsgeschenk an seine Frau Amanda wurde der Schweizer Beat Mändli Dritter: „Pezi habe ich dreijährig entdeckt und gekauft und meiner Frau zum 5. Hochzeitstag geschenkt.“ Pezi sei nun acht Jahre alt und entwickele sich prächtig – die Ehe von Amanda und Beat Mändli dem Vernehmen nach ebenfalls. Dass man einen Dressur Grand Prix gewinnen kann, auch wenn man etwas vom richtigen Weg abkommt, demonstrierte in Donaueschingen die zweimalige Olympiasiegerin Anky van Grunsven (Niederlande). Mit dem Hengst IPS Painted Black, einem Sohn des Trakehners Gribaldi, gewann van Grunsven trotz einer außerplanmäßig eingelegten Volte den Grand Prix mit 73,31 Prozent. Zweite wurde Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit Wakana, der erst neun Jahre alten Wolkentanz-Tochter, die einer gewissen Eitelkeit wegen im Stall nur „Heidi“ genannt wird. Hinter dem Damenduo reihte sich der Derbysieger Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit dem Florestan-Sohn Fantomas ein, den der Wahl-Niedersachse erste seit einigen Monaten unter dem Sattel hat. „Umfaller“ gewinnt Vierspänner-Marathon Eine gute Portion Drama begleitete den Sieger der Gelände- und Streckenfahrt für Vierspänner – Theo Timmermanns aus den Niederlanden. Der Fahrer aus Putten nahe Ermelo, der in Donaueschingen das Ticket für die Weltcup-Saison sicher stellen kann, sauste aus dem Hindernis fünf heraus, verkantete seinen Marathon-Wagen nach der Ausfahrt und das gesamte Gefährt kippte und überschlug sich. Menschen und Pferde kamen glücklicherweise überhaupt nicht zu Schaden und Timmermanns fackelte nicht lange und beendete die Prüfung ganz regulär. Während bei den Großpferde-Vierspännern zwei Niederländer vorneweg fuhren und mit Ludwig Weinmayr aus Fischbachau der beste Deutsche auf dem dritten Rang folgt, sind die deutschen Pony-Vierspänner das Maß aller Dinge beim internationalen Fahrturnier in Donaueschingen. Der Baden-Württemberger Dieters Höfs (Weil der Stadt) gewann die Teilprüfung im Gelände vor fünf deutschen Mitbewerbern, darunter Weltmeister Tobias Bücker aus Emsdetten auf dem fünften Platz. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt am Sonntag in der dritten Teilprüfung, dem Hindernisfahren. Dabei liegt noch reichlich Spannung in der Luft, denn Timmermanns gewann den Marathon, die Dressur allerdings sicherte sich zuvor der US-Amarikaner Tucker Johnson, der in Aachen übrigens seine lange Pause seit der Weltmeisterschaft 2008 beendete. TV Zeiten
Ergebnisübersicht CHI Donaueschingen, Samstag, 19. September 1. Martin Haag (Heldenstein) mit Cashman 0 Strafpunkte/ 25,53 Sekunden, 2. Merle Tasche (Niederlande) mit Cirena II Z 0/ 28,06, 3. Ina-Marie Hau (Landshut) mit Monticelli 0/ 28,30, 4. Sofia Fast (Schweden) mit Casper 0/ 29,70, 5. Christine Dorenkamp (Geldern) mit Milky Way 4/ 32,22, 6. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Twister S 4/ 44,64. Escon Spring Club, Internat. Springprüfung Kl. S (Zwei-Phasen-Springen): Mittlere Tour – Springprüfung Kl. S (Fehler/ Zeit): Juniorentour – FEI Dressur Junioren (Aufgabe der Mannschaftswertung): Kampmann Future Trophy International, FEI Grand Prix Junge Reiter: Grand Prix – präsentiert von einer Förderin des Dressursports: Championat der Stadt Donaueschingen, Internationale Springprüfung mit Stechen (1,50 m): Preis von Christel und Günther Stegemann, Gelände- und Streckenfahrt Vierspänner: Internat. Gelände- und Streckenfahrt, Vierspänner Ponys:
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