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Nachwuchschampionat Dressur: Sieg für Miriam Härlein
Sport - Dressur
Geschrieben von: Uta Helkenberg   
Sonntag, 16. August 2009 um 10:24

München (fn-press). Miriam Härlein ist Siegerin im Bundesnachwuchschampionat Dressur. Im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften in München-Riem trat die 16-Jährige aus Roth/Bayern in die Fußstapfen ihrer großen Schwester Katrin Härlein, die im Vorjahr das Finale mit Pferdewechsel gewinnen konnte.

Zum dritten Mal war das Bundesnachwuchschampionat in die Deutschen Jugendmeisterschaften integriert, zum zweiten Mal fand das Finale mit Pferdewechsel statt. Zwei Wertungsprüfungen, in Form von Dressurreiterprüfungen der Klasse L, mussten die 21 Teilnehmer bestreiten, bevor die besten Drei ins Finale einziehen und die Pferde tauschen durften. Nicht unter den Finalistinnen war die Teilnehmerin mit dem prominentesten Namen, Johanna von der Leyen.

Die Tochter von Familienministerin Ursula von der Leyen belegte mit Sherlana am ersten Tag zwar den dritten Rang, verpasste jedoch in der zweiten Wertungsprüfung knapp den Einzug ins Finale und wurde mit einem Endstand von 16,3 Punkten Fünfte. Ebenfalls nicht dabei war auch Philipp Lütkemeier (16, Paderborn) mit Romina, einer von nur zwei männlichen Teilnehmern am Bundesnachwuchschampionat. Er wurde Vierter (16,6), durfte allerdings einen der Sonderehrenpreise für gute Vorbereitung seines Pferdes in Empfang nehmen.

Den Sprung ins Finale gelang neben den Siegerinnen der beiden Wertungsprüfungen, Miriam Härlein mit Del Rusch und die für den hessischen LV startende Hannah Schilling (16, Weinheim) auch der erst zwölfjährigen Julia Hahn aus Sprockhövel. Sie machte am frühen Sonntagmorgen den Anfang und wurde für die Vorstellung auf ihrem eigenen Pferd Develino mit der Note 9,0 belohnt. Mit den beiden Pferden ihrer beiden Konkurrentinnen tat sich das "Küken" allerdings noch etwas schwer. Zwar lobten die Richter auch hier den guten Sitz der Reiterin, mussten jedoch bei der Einwirkung und technischen Ausführung Abstriche machen. Insgesamt kam die westfälische Reiterin auf 23,2 Punkte.

Die Entscheidung zwischen den beiden anderen war dagegen denkbar knapp. Die gleichmäßigste Leistung zeigte Hannah Schilling mit den Noten 8,8, 8,7 und 8,6. Die Richter bestätigten ihr neben einem guten Sitz auch engagiertes, aktives Reiten und empfahlen ihr lediglich, etwas an ihrer Handeinwirkung zu arbeiten. Am Ende kam sie auf 26,1 Punkte.

Miriam Härlein, die vor allem für ihren geschmeidigen Sitz mit der gut mitschwingenden Mittelpositur hohes Lob erzielte, setzte in ihrem letzten Ritt mit dem Pferd von Julia Hahn das um, was die Richter bei der Vorstellung ihres eigenen Pferdes noch etwas kritisiert hatten, die Vorbereitung der Lektion durch halbe Paraden. "Es ist eine Leistung ein fremdes Pferd nach kurzer Zeit so zu reiten", sagte Richterin Katrina Wüst in ihrem Kommentar. "Develino scheint es gefallen zu haben, uns auch."

So gab es die 9,3 als beste Note des Finales, was sich mit 8,7 und 8,2 zu insgesamt 26,2 Punkten addierte. "Das Konzept des Bundesnachwuchschampionat hat durch den Pferdewechsel sehr gewonnen", sagte Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen. Die Richterkommentare machten die Prüfung darüber hinaus nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch Zuschauer attraktiv.

 
09. Februar 2012
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