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Springen: Preis der Besten
Sport - Springen
Geschrieben von: FN-press   
Mittwoch, 28. Mai 2008 um 00:00

Neuer Springplatz hat „Regentaufe" bestanden

Warendorf (fn-press). Im neuen Gewand präsentierten sich die Springprüfungen beim Preis der Besten.

Nicht wie gewohnt auf dem DOKR-Vielseitigkeitsplatz, sondern auf der so genannten „Burandt-Wiese" kämpften die Nachwuchsspringreiter um Sieg und Platzierung. Großes Lob fand der neue Sandplatz, der im samstäglichen Dauerregen seine erste Bewährungsprobe fand und mit Bravour bestand.

Souverän meisterte auch Alexander Kernebeck aus Gronau seine Preis-der-Besten-Premiere in der Juniorenklasse. Mit seiner erst achtjährigen Stute Quick Star konnte der 17-Jährige beide Wertungsprüfungen für sich entscheiden - eine seltenes, wenn nicht einmaliges Ereignis. Auf Platz zwei landete die Münchnerin Kim Kniha mit Arabella, mit der ihr Bruder Kristian Kniha 2004 den Preis der Besten gewinnen konnte. Dritte wurde die vierfache Pony-Championatsreiterin Katrin Eckermann (Kranenburg) mit Carlson.

Bei den Ponyspringreitern ritt sich nach einem knapp verpassten Sieg im Jahr 2006 Cassandra Orschel mit Megan dank zweier gleichmäßig guten Runden an die Spitze des Starterfeldes. Dass sich Beständigkeit beim Preis der Besten auszahlt, zeigten auch die weiteren Platzierungen. So belegten Victoria Klatte (Lastrup) mit Nightgirl und Josch Löhden (Heeslingen) mit Bubbles Lollipop die Plätze zwei und drei, obwohl auch sie in den Wertungsprüfungen über einen vierten Platz nicht hinauskamen.

Andersherum reichte es für die erst 14-jährige Lea Clausen (Mildstedt), die in diesem Jahr bereits mit einem zweiten Platz beim Nachwuchschampionat in Verden positiv aufgefallen war, trotz des Sieges im Finale „nur" zum fünften Platz. Maurice Tebbel (Emsbüren), überragender Reiter der ersten Wertungsprüfung, belegte mit Patty sogar nur Platz sieben hinter seiner EM-Teamkollegin Laura Klaphake (Steinfeld) mit Jerome.

Der Sohn des dreifachen Deutschen Meisters René Tebbel hatte am Samstag für Aufsehen gesorgt, als er mit seinem ersten Pony Patty für lange Zeit die Führung übernommen hatte, um am Ende seine Zeit mit dem zweiten Pony Giovanni noch um drei Sekunden zu unterbieten. Am zweiten Tag unterliefen ihm allerdings mit beiden Ponys kleine Fehler, so dass es nicht zu einem Sprung aufs Treppchen reichte. Dass er sich jedoch anschickt, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, bewies Maurice Tebbel nicht nur in der Pony-Klasse. Seine Premiere bei den Junioren mit Merry Christmas beendete er auf dem 16. Rang.

Dass Pferdesport oft „Familiensache" ist, dafür steht auch der Sieger bei den Jungen Reitern. In der ersten Wertungsprüfung noch auf Platz eins, verpassten Thomas Weinberg (Herzogenrath) und Escobar im Finale nur um wenige Sekunden den kompletten Erfolg. Zwar blieb das Paar als einziges an beiden Prüfungstagen ohne Abwurf, musste den Sieg im sonntäglichen Stechen aber an die etwas schnellere Sarah Nagel-Tornau (Attendorf) mit Cascavelle NT abtreten. Diese wurde damit Sechste in der Gesamtwertung und durfte sich außerdem über einen Sonderehrenpreis freuen, der ihr für gutes und sachgerechtes Vorbereiten ihres Pferdes auf dem Abreiteplatz verliehen wurde.

Der Titel des Besten ging allerdings an Weinberg, der dafür zugleich den „Fritz-Ligges-Gedächtnispreis" in Empfang nehmen durfte. Der Wanderehrenpreis wird seit 1997 - ein Jahr nach dem frühen Tod des ehemaligen Topreiters und Juniorenbundestrainers - an den „besten" Jungen Reiter beim Preis der Besten vergeben. Auf dem zweiten Platz in der PdB-Gesamtwertung landete Christoph Brüse (Wachtberg) mit Audrey D mit zwei dritten Plätzen in den Wertungsprüfungen. Dass er bei den Jungen Reitern gut mithalten kann, bewies Jan Wernke (Holdorf). Der Vorjahressieger und Mannschafts-Vizeeuropameister der Junioren belegte mit Adeleide mit zwei vierten Plätzen den Bronzerang.

 
09. Februar 2012
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