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Preis der Besten Dressur
Sport - Dressur
Geschrieben von: FN-press   
Mittwoch, 28. Mai 2008 um 00:00

Karten wurden neu gemischt

Warendorf (fn-press). An gewohnter Stelle hat - und damit etwas abseits vom Hauptgeschehen auf der Burandt-Wiese - haben die Nachwuchsdressurreiter in diesem Jahr ihren Preis der Besten in Warendorf ausgetragen.

Als die „Besten" erwiesen sich in diesem Jahr Kathleen Keller (Bad Bevensen) bei den Jungen Reitern, Louisa Lüttgen (Kerpen) bei den Junioren und „Wiederholungstäterin" Sanneke Rothenberger (Bad Homburg) bei den Ponyreitern.

Neue Gesichter auf dem Viereck sahen Richter und Zuschauer bei den Jungen Reitern. Teils aus Altersgründen, wie beispielsweise bei Kristina Sprehe, vor allem aber auf Grund von Pferdemangel, wie bei Tom Berg, Christin Schütte und Verena van der Linde, fehlte die gesamte EM-Mannschaft des Vorjahres im Preis-der-Besten-Aufgebot. So waren gerade einmal vier Paare der Vorjahres-Top Ten auch in diesem Jahr am Start, drei davon konnten sich erneut an der Spitze behaupten.

Den größten Sprung nach vorne machte Kirsten Sieber (19, Dortmund), im vergangenen Jahr noch Neunte, die mit ihrem auffälligen Holsteiner Fuchswallach Charly am ersten Tag die Nase vorn hatte und in der Gesamtwertung Platz zwei belegte. Jeweils einen Platz zurück fielen im Vergleich zu 2007 Katharina Winkelhues (Köln) mit Weltmelodie und Theresa Wahler (Bad Bevensen) mit Ray of Light. Sie belegten die Plätze vier und fünf und mussten unter anderem Newcomerin Ann-Kathrin Dornbracht (Iserlohn), die von der Olympiakandidatin Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg) trainiert wird, den Vortritt lassen. Die 19-Jährige belegte mit ihrem Gryffindor am ersten Tag noch Platz sieben, konnte sich aber in der Kür auf den zweiten Platz vorarbeiten (71,7 Prozentpunkte) und landete damit auf dem Bronzerang.

Den Titel der „Besten" sicherte sich bei den Jungen Reitern allerdings die jüngste Teilnehmerin. Kathleen Keller (18), vom Alter her eigentlich noch Juniorin, wusste wie schon beim Preis der Zukunft im Januar die Richter insbesondere in der Kür zu überzeugen (73,85 Prozentpunkte). Sie belegte sowohl in der zweiten Wertungsprüfung, als auch in der Endabrechnung Platz eins.

Bei den Junioren setzte sich an beiden Prüfungstagen Louisa Lüttgen mit ihrer Oldenburger Stute Dreamy durch. Sie belegte damit Platz eins vor ihrer rheinischen Verbandskollegin Thea-Felicitas Müller (17, Wuppertal) mit dem blinden Rappen Highway. Die zweifache Preis-der-Besten-Siegerin Miriam Maurer (Bad Friedrichshall), die mit ihrem Quickfire bereits zum fünften Mal in Warendorf an den Start ging, musste sich dagegen nach einem zweiten Platz in der ersten Wertungsprüfung mit dem fünften Platz in der Endabrechnung zufrieden geben.

Auf dem Bronzerang landete Sanneke Rothenberger mit Paso Doble, die gleichzeitig mit ihrem bewährten Konrad den Sieg in der Ponyklasse vor ihrem Bruder Sönke Rothenberger davontrug. Das Ergebnis fiel allerdings denkbar knapp aus, denn in der zweiten Wertungsprüfung konnte der 13-Jährige, dessen „schönes Reiten" allgemeines Lob fand, seine ältere Schwester übertrumpfen. Er führte am Sonntag mit Deinhard B nicht nur das Starterfeld an, sondern belegte auch mit seinem Pony Wimbledon wie in der Gesamtwertung Platz fünf.

Auf dem Bronzeplatz hinter dem hessischen Geschwisterpaar landete deren EM-Teamkollegin und Vize-Europameisterin Carlotta Hassenbürger (Hagen) mit Dulcia. Mit 18 Paaren war das Starterfeld bei den Ponyreitern deutlich kleiner als in früheren Jahren. „Wir haben in diesem Jahr sehr streng selektiert", sagte Bundestrainer Cornelia Endres (Dülmen-Buldern), die jedoch mit der gelungenen Mischung aus erfahrenen und jungen Paaren sehr zufrieden war.

Als bester Newcomerin gelang es Florine Kienbaum (Gummersbach) ihre Preis-der -Besten-Premiere auf Anhieb in eine Platzierung zu verwandeln. Die 15-Jährige, die gerade erst das Pony-Dressur-Derby in Bad Salzuflen für sich entscheiden konnte, beendete den Preis der Besten mit Going East auf Platz sechs.

 
09. Februar 2012
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