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Der Sieger stand schon vorher fest...
Sport - Springen
Geschrieben von: Martin Stellberger   
Dienstag, 24. März 2009 um 22:10

Ravensburg. Tim Rieskamp-Gödeking stand als Sieger des Großen Preises von Ravensburg schon fest, bevor er überhaupt einen der bis 1,50 Meter hohen Sprünge überwunden hatte. Seine Vorstellungen beim internationalen Reitturnier Oberschwaben Cup am letzten Wochenende machten ihn nämlich zum klaren Favoriten. Nicht zufällig also ist der Reiter aus Westerkappeln zweimal Deutscher Meister der Berufsreiter.

Mit seinen Pferden tastete sich Rieskamp-Gödeking behutsam in das Turnier und sicherte sich mit dem siebenjährigen Checkpoint den Sieg in der ersten Qualifikation der Tour für junge Pferde. Mit Cordijana gewann er in der "Mittleren Tour" eine Qualifikation. Abdullah trug den ehemals in Baden-Württemberg lebenden Reiter zum Sieg der ersten Qualifikation zum Großen Preis.

Im Ländle auf Erfolgstour: Tim Rieskamp-Gödeking gewann mit Checkpoint die erste Qualifikation für junge Pferde.
Foto: Martin Stellberger

Allerdings hatte er sich auch mit seiner Stute Daphnee qualifiziert, die er schließlich im Finale ritt. Mit soviel Rückenwind reifte er zum Favoriten des Großen Preises. 20 000 Euro wurden am Ende verteilt. Doch vor dem Preisgeld galt es, die Hindernisse des anspruchsvollen Pa-cours zu überwinden. Die Konkurrenz war stark.

Die besten 13 Reiter traten zum Finale im zweiten Umlauf an. Glücklicher Sieger war tatsächlich Rieskamp-Gödeking mit der zehnjährigen Daphnee: "Es lief für mich im Umlauf nicht optimal, aber mein Pferd kämpfte richtig mit. Der Sieg im OberschwabenCup ist mein bislang größter Erfolg", sagte der strahlende Sieger vor mehr als tausend Zuschauern.

Mit hauchdünnem Abstand allerdings folgten zwei Baden-Württemberger: Manfred Marschall aus Altheim lieferte mit seinem elfjährigen Wallach Vacharco einen schnellen Ritt ab, gefolgt von Jürgen Kurz aus Leingarten mit dem 12jährigen Oldenburger Lord.

Der Große Preis entwickelte echte Spannung: Zunächst fielen bei den Reitern die Stangen, bis der erste "Nuller" gefeiert werden konnte. Am Ende entschieden die letzten drei, vier Reiter den Sieg. Solche Spannung liebt das Publikum! Rieskamp-Gödeking freute sich nicht nur über den Großen Preis von Ravensburg. Er wurde gar zum erfolgreichsten Reiter des Turniers, was sich in seinem Gesamtpreisgeld von 10 000 Euro niederschlug: Vier Siege über die Turniertage verteilt und einige Platzierungen - die Reise nach Oberschwaben hatte sich gelohnt.

Was sonst noch geschah am letzten Sonntag? Die Ponyreiter aus Baden-Württemberg schlugen sich tapfer. Das Pony-Finale wurde zum "Lüthi-Finale", denn Kaya und Kim Lüthi aus Aach bei Singen holten mit ihren Ponys Karwin und Ivy du Chateau Sieg und Platz zwei. Lisa Seidel aus Bad Waldsee hielt die Farben des Pferdesportkreises Oberschwaben hoch und kam mit Night Star auf Platz drei.

Im Finale der jungen Pferde holte sich der Augsburger Wolfgang Puschak mit Uchiel den Sieg vor seinem spanischen Vereinskameraden Luis Jesus Escobar mit Aluta. Dritter wurde Timo Beck aus Reutlingen mit Le Conte. Die  Ravensburger Farben hielt Ralf Rundel mit Unlimited und Platz vier hoch. Dann gab es da noch das Finale der "Mittleren Tour", das Tim Hoster aus Lieberg mit JK Horsetrucks Top Secret gewann. Timo Beck sicherte sich mit Fidji Island Rang zwei vor Thomas Weinberg aus Würselen mit Baron Cento Heldenlaan.

Die internationalen Starter hatten in Ravensburg wenig zu melden. Theo Muff aus der Schweiz konnte ein M-Springen für junge Pferde gewinnen; sein Kollege Manfred Müller sicherte sich ein S-Springen. Ein Sieg in Klasse M ging an die Norwegerin Cecilie Catteland.

Was gab es Neues rund ums Turnier? Dem aufmerksamen Zuschauer entging nicht, dass die Abläufe deutlich entspannter waren als in den Vorjahren. Kurzerhand hatte man nämlich den Zutritt der Reiter an den westlichen Eingang der Halle verlegt. Die Bewirtung fand für das Publikum im neuen Rössle-Garten statt, der vom Weingartener Gastwirt Gerhard Flaiz betrieben wurde. Hier konnten die Gäste das Geschehen in der Halle durch einen großen Fernseher verfolgen. Spannend war auch der Blick durch eine Klarsichtwand in das Vorbereitungszelt der Reiter. Eine gute Idee!

Fazit: Heinz Schwarzkopf, Turnierleiter des OberschwabenCup, zeigte sich mit dem Turnier sehr zufrieden. Öffentlich bedankte er sich beim Publikum, das diesmal viel zahlreicher erschienen sei als in den Jahren davor.

 
09. Februar 2012
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