| Besuch aus Berlin |
| Persönliche Mitglieder (FN) - PM-Veranstaltungen | |
| Geschrieben von: FN-press | |
| Mittwoch, 28. Mai 2008 um 00:00 | |
Ministerin von der Leyen besucht FN-Seminar „Besser Reiten individuell"Bis zur Klasse L sollte man Dressur und Springen reiten" Sonnenschein statt Kunstlicht, Sandplatz statt Reichstag, Ausbildungstipps statt Reden: Fernab vom politischen Berlin schaute die pferdebegeisterte Familienpolitikerin dem Training ihrer Töchter zu und hörte sich an, welche Korrekturen und Tipps diese von den Ausbildern Christoph Hess, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung, und Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, Bundestrainer Dressur Junioren und Junge Reiter sowie Ausbildungsleiter der Landesreitschule, erhielten. Ursula von der Leyen reitet seit ihrer Kindheit. Den Pferdevirus hat sie an ihre Kinder weitergegeben. Und so gehören fünf Pferde und Ponys zur Familie. „Ich liebe es am Wochenende mit den Mädchen um vier Uhr aufzustehen und dann gemeinsam zum Turnier zu fahren. Ein tolles Gemeinschaftserlebnis. Das hat etwas von einem Abenteuer", erzählt die Ministerin. Ihre Leidenschaft ist das Dressurreiten, sie hat sich aber auch „anfangs als Teenager im Springen versucht". „Ich finde es sehr wichtig, dass man bis zur Klasse L beides reitet: Dressur und Springen", spricht sie sich für die vielseitige Grundausbildung und gegen eine zu frühe Spezialisierung in der Reitausbildung aus. Ursula von der Leyen: "Das Pferdematerial ist unglaublich gut geworden ..." Darauf achtet sie auch bei ihren Kindern. Zwar könne man schon die Talente und Vorlieben erkennen, „das Dressurreiten ist aber wichtig für gutes Springreiten und das Springen kommt wieder dem Dressurreiten zugute." Insgesamt findet sie die Entwicklung im Pferdesport positiv. Das Spektrum der Betätigung mit dem Pferd sei sehr breit geworden. Das Niveau der jugendlichen Reiter auf Turnieren sei gestiegen. „Das Pferdematerial ist unglaublich gut geworden. Das freut mich für die Züchter und den Reitsport. Das ist natürlich aber auch schade für die Kinder mit einem normalen Feld-, Wald- und Wiesenpony. Die müssen schon sehr gut reiten, um eine Schleife abzubekommen." Dass der Pferdesport sich zum Mädchen- und Frauensport entwickelt, ist auch der Familienministerin nicht entgangen. Ein Patentrezept, wie man wieder mehr Jungen und Männer zum Pferd bringt, hat Ursula von der Leyen auch nicht. „Aber eins weiß ich: Jungen brauchen männliche Vorbilder." Die finden sie zum Beispiel in den zahlreichen Fußballtrainern. Im Reitstall ist das Training - und hier besonders der Anfänger- und Kinderunterricht - jedoch Frauensache. Und noch einen Tipp hat sie: „Man muss bei den Jungs den Spaß wecken. Dazu brauchen sie zum einen andere Jungs. Zum anderen muss man sie spielerisch an das Reiten heranführen." Das Konzept hat Ursula von der Leyen übrigens selbst erprobt - ihr jüngster Sohn hat gerade angefangen zu reiten. Aktion "Besser Reiten" spricht für sich 2005 startete die FN sehr erfolgreich die Ausbildungsserie „Besser reiten". Mehr als 10.000 Menschen besuchten die Veranstaltungen, bei denen FN-Ausbildungschef Christoph Hess vor großem Publikum vier bis fünf Reitern Unterricht erteilte. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zum Sitz und zur Einwirkung. Mit „Besser Reiten individuell" startete auf Initiative der Persönlichen Mitglieder der FN in diesem Jahr eine Fortsetzung der Seminarreihe, in der zwölf bis 14 Reiter Einzelunterricht bei renommierten Ausbildern erhalten. Das Seminar in Hoya war speziell für Reiter bis 21 Jahre ausgeschrieben. Das Niveau der jungen Bewerber, die nahezu alle von Eltern und Ausbildern begleitet wurden, reichte von E bis M. Jeder Teilnehmer wurde zunächst in der Lösungsphase von Christoph Hess begleitet, der vor allem auf die Losgelassenheit und ein aktives Vorwärtsgehen der Pferde und Ponys Wert legte. Motiviert wechselten Reiter und Pferde nach rund 20 Minuten vom Außenplatz in die Halle zu Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, der mit den Reitern an Lektionen und der Durchlässigkeit der Pferde arbeitete. Sowohl während des Unterrichts als auch im Abschlussgespräch mit dem Reiter wurden Eltern und Ausbilder einbezogen. Das Beratungsgespräch mit Einschätzungen der weiteren reiterlichen Perspektiven und Tipps für den weiteren Ausbildungsweg wurde zudem in einem persönlichen Protokoll festgehalten, das den Teilnehmern anschließend zugeschickt wurde. „Die Fahrt hierher hat sich gelohnt. Es ist immer gut, mal die Meinung eines anderen Ausbilders einzuholen und über den eigenen Tellerrand zu schauen," sagte der Vater eines Jungen, der aus Schleswig-Holstein kommend, die weiteste Anreise auf sich genommen hatte. „Wir waren von der guten Resonanz sehr erfreut. Um dem Anspruch des Einzelunterrichts gerecht zu werden, konnten wir pro Termin nur ein Dutzend Reiter annehmen, das entsprach etwa 20 Prozent der Bewerber. Daher denken wir darüber nach, die Reihe im Herbst 2008 fortzusetzen," so Christoph Hess. Die Termine werden rechtzeitig bekannt geben.
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