| Sport: Jubiläumsjahr für Frank Rothenberger |
| Sport - Springen | |||
| Geschrieben von: Andreas Kerstan | |||
| Samstag, 07. Februar 2009 um 17:54 | |||
|
Bünde. Der internationale Parcourschef Frank Rothenberger aus dem ostwestfälischen Bünde feiert im Jahr 2009 ein bemerkenswertes Jubiläum. Der Kalender und die Terminübersichten förderten es zutage: Rothenberger kann 2009 auf 50 Einsätze als Parcourschef eines Nationenpreisturniers zurückblicken. Bedenkt man, dass der „Herr der Hindernisse“ selbst gerade erst 51 Jahre alt ist, dann ist das ein besonderes Jubiläum. Grund genug für Rothenberger mehr als zuvor, Prioritäten zu setzen. „Früher war ich bestimmt 35 Wochenenden unterwegs und habe Parcours gebaut, heute habe ich das Ziel auf 15 bis maximal 20 Einsätze zu kommen,“ bekennt der Ost-Westfale unumwunden. Allein 2009 werden etliche Flug-Kilometer zusammen kommen: Rothenberger zeichnet verantwortlich für die Kurse der meisten RIDERS TOUR Etappen von Hamburg bis München, denn Volker Wulff (EN GARDE Marketing) und Paul Schockemöhle (PST) legen Wert auf die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Parcourspartner. Zudem baut er der Reiterelite in der Global Champions Tour kniffelige Herausforderungen bei den Etappen in Valencia, Hamburg, Estoril und Sao Paulo. Hinzu kommen Weltcup-Etappen wie Bordeaux, Leipzig, London und Oslo und Nationenpreise in Palm Beach, Buenos Aires, Aachen oder Falsterbo. In wenigen Wochen geht es zudem ins us-amerikanische Kentucky. Dort wird Frank Rothenberger bei den Weltreiterspielen 2010 Technischer Delegierter sein. Volle Aufmerksamkeit verlangt zudem der Hindernisbau. Die Firma CARO-Parcours entwickelt, designt und baut Hindernisse für Kunden rund um den Globus. Einige Turniereinsätze hat Frank Rothenberger deshalb schon abgebaut. Gleichwohl gibt es Ereignisse, an denen er hängt: „Hamburg, Aachen und Wiesbaden sind solche Turniere, genauso Balve, Nörten-Hardenberg, sowie Londons legendäres Turnier in der Olympia-Hall.“ Ein bedeutender Grund für die neue Ausrichtung bei Rothenberger ist auch die Neu-Strukturierung der Parcourschef-Ausbildung beim Weltreiterverband FEI. Bereits vor zwei Jahren wurde die Course Design Working Group ins Leben gerufen, deren Hauptaufgabe die Aus- und Fortbildung und die Prüfungsabnahme ist und in der Rothenberger eine federführende Rolle übernommen hat. „Wir werden jetzt im Frühjahr während der Sunshine Tour vier Seminare mit Prüfung haben, außerdem wird es ein Meeting in Windsor während der Europameisterschaften für die Parcourschefs des Level 4 geben. Das sind die Parcourschefs, die von der FEI benannt wurde, um zukünftig Olympische Spiele und Weltreiterspiele zu bauen.“ Das hört sich nicht wirklich nach weniger Arbeit an, gleichwohl ist Frank Rothenberger sicher: „Meine Familie sieht mich inzwischen häufiger als in den Jahren zuvor, das ist auch gut so.“
|
