| Dressur: Isabell W: Vier Starts - vier Siege |
| Sport - Dressur | |||
| Sonntag, 23. November 2008 um 18:54 | |||
Eine starke Anky van GrunsvenStuttgart (www.equinet.de). Große Gewinnerin der Dressurkonkurrenzen beim 24. CHI in der Stuttgarter Schleyerhalle war die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (39). Die studierte Juristin aus Rheinberg mit eigener Reitanlage gewann auf Warum Nicht Grand Prix und Kür, auf Satchmo den zweiten Grand Prix und den dazu gehörenden Grand Prix Special. Zwischen ihr und den jeweils Nächstplatzierten lagen geradezu Welten. Die Dressur wird im Moment einzig und allein von Isabell Werth und der Niederländerin Anky van Grunsven beherrscht, die in nächster Zeit sicherlich noch stärker beherrscht werden dürfte, stehen doch immer mehr Holländer an den Schaltstellen dieser Branche, während Deutschland merklich an Einfluss verliert, nicht zuletzt deshalb, weil sich die bedeutendste Reitsportnation gegen keinen und nichts wehrt. In Zukunft wird beispielsweise in der Dressur die in dieser Disziplin so unglaublich fremdelnde FEI-Chefin Prinzessin Haya ebenfalls das Sagen haben, die Ausschuss-Vorsitzende Mariette Withages (Belgien) hat sie bereits geschafft, sie trat nach Querelen mit ihr ein Jahr früher als nach dem Reglement vorgeschrieben freiwillig von ihrem Amt zurück. Inzwischen gab das gesamte Komitee resignierend auf, darunter auch als Aktivenvertreterin Monica Theodorescu. Zurück zu Isabell Werths Erfolgen in der Schleyerhalle, wo sich erstmals auch die Zuschauerzahlen rückwärts bewegte: Im Kür-Grand-Prix lag sie auf dem mächtigen Hannoveraner „Warum Nicht“ mit 77,542 Prozentpunkten deutlich vor Olympia-Ersatzreiterin Monica Thedorescu auf Whisper (73,208) und Ellen Schulten-Baumer auf Donatha S (71,042). In der Kür ritt sie den so genannten „Hannes“ – hieß der erste Ausbilder des Pferdes mit Vornamen – auf schon prachtvolle 81,2 Punkte vor der Finnin Kyra Kyrklund auf Max (79,05) und Thedorescu (76,509). Satchmo setzten die fünf Richter geschlossen auf Platz 1 im anderen Grand Prix und vergaben 77,375 Punkte, dahinter Nadine Capellmann (Aachen) auf Elvis (73,458) und die Britin Laura Bechtolsheimer auf Mistral Hojris (72,083), und im Special klaffte eine noch größere Lücke zwischen ihr und dem „Rest“ der Konkurrenz: Satchmo 79,360, Mistral Hojris 74,8 und Le Bo unter der Warendorferin Carola Koppelmann 72,240. Ex-Weltmeisterin Nadine Capellmann, im Grand Prix noch auf Elvis Zweite, „verhaute“ im Special die Galopptour und die Einerwechsel, außerdem schien der Wallach ziemlich verspannt. Ergebnis: 9.Platz (69,28). „Kasse“ machte Isabell W. zusätzlich, wohl in den Augen von Konzern-Managern nur „Peanuts“: Vier Starts – Vier Siege = 18.400 Euro, was umgerechnet wiederum einen Stundenlohn für reinen Turnierauftritt von etwa 35.000 Euro ergibt , was eben alles wiederum relativiert.
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